Karriereberatung
Berufswechsel kostet Zeit und Geld
- Rieder: "Überzogene Erwartungen vermeiden."
- Foto: Pölleritzer
- hochgeladen von Linda Osusky
Gibt die Tätigkeit keinen Sinn mehr, poppt das Thema Berufswechsel auf. Doch der will gut überlegt sein.
ÖSTERREICH. Eine berufliche Umorientierung kostet Zeit und Geld. "Das sollte man sich unbedingt bewusst machen, bevor man diesen Schritt geht", sagt die Karriereberaterin Sonja Rieder im Gespräch mit den Regionalmedien Austria. Genauer: "Ein bis zwei Jahre sind für einen Berufswechsel einzuplanen, denn der Arbeitsmarkt hat sich sehr spezialisiert", so Rieder.
Geld spielt selten eine Rolle
Wer sich davon noch nicht abschrecken lässt, sollte sich darüber Gedanken machen, warum die Lust auf Neues so stark ist. Aus ihrer Erfahrung weiß Rieder, dass der Grund selten das Geld ist. Meist suchen die Menschen nach einer Tätigkeit mit Sinn. Ist man also mit dem Betriebsklima unzufrieden oder ist es die Tätigkeit an sich? Im ersten Fall kann bereits ein Wechsel des Arbeitgebers Abhilfe schaffen. Im zweiten Fall muss auch nicht gleich ein vollkommener Berufswechsel sein: "Bei einer Joberweiterung baut man auf bereits vorhandenen Fähigkeiten auf."
Faustregel 70:30
Der Königsweg ist laut der ausgebildeten Psychotherapeutin, den Berufswechsel im aktuellen Unternehmen zu schaffen. Das ist auch risikoärmer, weiß Rieder. Sie warnt jedenfalls vor überzogenen Erwartungen. "Kein Job macht für sich glücklich. Glück sollte man woanders im Leben suchen", sagt Rieder weiter. Für Rieder gilt die Faustregel: Wenn man zu 70 Prozent mit dem Job zufrieden ist, dann ist das in Ordnung.
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