Reisefreiheit trotz Pandemie
Köstinger warb für grünen Pass in der EU
- Ministerin Elisabeth Köstinger will ihre europäischen Amtskollegen für die Idee des "grünen Pass" gewinnen.
- Foto: Markus Spitzauer
- hochgeladen von Mag. Maria Jelenko-Benedikt
Bei einer informellen Videokonferenz der EU-Tourismusminister machte sich Tourismusministerin Elisabeth Köstinger für die Einführung eines EU-weit einheitlichen „Grünen Passes“ stark, wie ihn bereits Bundeskanzler Sebastian Kurz vorgeschlagen hatte. Ziel sei, trotz anhaltender Corona-Pandemie schnellstmöglich größtmögliche Reisefreiheit zurückzuerlangen.
ÖSTERREICH. Köstinger schlug eine Pass-Lösung vor, die praktikabel am Handy verwendet und flexibel aktualisiert werden kann. Der digitale „Grüne Pass“ kann folgende Informationen enthalten:
• Daten zur Impfung
• Beleg einer durchgestandenen Infektion
• Negatives Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden ist
Zum Thema grenzüberschreitendes Reisen in Verbindung mit einer digitalen Lösung, um die Mobilität zu gewährleisten, brachte Österreich eine entsprechende Note ein, die unter anderem von folgenden Mitgliedssaaten formell unterstützt wird: Griechenland, Slowakei, Bulgarien, Malta, Spanien. Informell haben sich weitere Mitgliedsstaaten grundsätzlich positiv zu dieser Initiative geäußert.
Grüner Pass für größtmögliche Freiheit
Köstinger: „Ein europaweit einheitlicher ‚Grüner Pass‘ kann ein wichtiger Schritt sein, um trotz Coronakrise größtmögliche Freiheit wiederzuerlangen. Eine digitale Handy-Lösung, die über Impfung, Infektion oder Testergebnis informiert, ist auch der Schlüssel um das Tor für Reisen wieder zu öffnen. Darum habe ich bei der Sitzung der EU-Tourismusmusminister den Österreichischen Vorstoß eingebracht, der bereits von Griechenland, Slowakei, Bulgarien, Malta und Spanien unterstützt wird.“
Die Wiederherstellung der Reisefreiheit sei nicht nur für das Urlaubsland Österreich entscheidend, sondern für den gesamten europäischen Tourismus. Ein europaweit einheitlicher Grüner Pass sei "genau das richtige Instrument", um der gesamten Tourismusbranche eine neue Perspektive zu geben.
Im Zuge der Videokonferenz gab Köstinger einen Überblick über die aktuelle Tourismussituation in Österreich und den gesetzten Maßnahmen, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Tourismussektor entgegenzuwirken. Zudem verwies die Ministerin auf die Verflechtung der touristischen Wertschöpfungskette: Von Gastronomie und Reisebüros über Veranstalterbranche, Kunst und Kultur, Handel, Freizeiteinrichtungen, Landwirtschaft etc
Weitere Themen der Videokonferenz waren, wie die Wiedereröffnung des Tourismus innerhalb der EU verbessert umgesetzt werden kann. Außerdem wurden die Mitgliedsstaaten um Beiträge ersucht, welche Unterstützung auf EU-Ebene benötigt werden, um den Tourismussektor wieder anzukurbeln.
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