Deutschlandsbergs Jugend geht sportlich ins Wochenende

"Saturday Night Fever" bei "Weekend Night Sports" in Deutschlandsberg
  • "Saturday Night Fever" bei "Weekend Night Sports" in Deutschlandsberg
  • Foto: Franz Krainer
  • hochgeladen von Simon Michl

Das Zauberwort heißt „Weekend Night Sports“ und wurde einst vom Dachverband der UNION für die ganze Steiermark konzipiert, doch übriggeblieben ist ein einziger Veranstaltungsort: Die Sportstadt Deutschlandsberg zeigt der Grünen Mark, dass mit viel Engagement und wenig finanzieller Hilfe der Stadtgemeinde, der Marktgemeinde Frauental und des Sozialhilfeverbandes ein Projekt leben kann, dass von der Idee her genial ist.

Teilnahme für jeden möglich

„Wir wollen der Jugend eine Anlaufstelle gegen eine weitverbreitete, wohlstandsbegründete neue Einsamkeit bieten", erklärt Christian Dengg. "Wir wollen jeden Samstagabend ab 18 Uhr in der Jahnturnhalle in Deutschlandsberg ein Kontaktevent anbieten, das für alle Jugendlichen offen ist", so die Hintergrundidee von „WNS“. Eva Platzer bringt als Pädagogin viel Know-how in der Menschenführung ein, obwohl die Partnerin von Dengg „eigentlich wenig Grund für pädagogisches Eingreifen sieht, weil die Teilnehmer ungeheuer diszipliniert und gruppenorientiert zusammenarbeiten“.

Spaß am Sport

Freude an Bewegung vermitteln und ungeteilter Spaß stehen im Zentrum des Interesses, für Platzer unverrückbare Zielsetzungen von „Weekend Night Sports“. Neben Dengg und Platzer arbeiten der Stainzer PTS-Lehrer Christian Wipfler und Lukas Buch im Betreuerteam der Aktion. Wipfler sieht viele Parallelen zu seinem Job: „Junge Menschen in eine Gruppe zu integrieren ist die tägliche Problemstellung für einen Lehrer, hier kann ich meine Erfahrungen einbringen. Die Erfolgserlebnisse bei 'WNS' sind für mich auch Antrieb im Beruf.“ Dengg hat viel getan, damit das Projekt in Deutschlandsberg funktioniert: „Der Kontakt zu Schulen, Vereinen und die Bevölkerung, regelmäßige Infos über Flyer und Social Media – der Zulauf kommt nicht von ungefähr!, weiß der DSC-Ausnahmekicker um den Erfolg des in erster Linie als Sozialeinrichtung gedachten Angebots.

Einfache Regeln

Deutschlandsbergs Vizebürgermeister Toni Fabian engagiert sich ebenfalls intensiv um die "Sports-Night" in der neuen Halle der Turnerschaft, für Dengg ein weiterer Grund für den Erfolg des unkonventionellen Events: „Die Regeln eines solchen Abends sind denkbar einfach: Fairness, Toleranz, gegenseitige Wertschätzung und Solidarität, unabhängig von Alter, Geschlecht und Interessenslage müssen als Grundprinzipien strikt eingehalten werden, das bindet die Gruppe aneinander und wir haben so gut wie keine Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern“, freut sich der Projektleiter.

Gemeinsames Engagement

Die jungen Menschen kommen aus allen Teilen des Bezirks, sind zwischen 14 und 25 Jahren alt und haben einige Stunden lang wirklich Spaß. Ein kleiner, aber feiner Vorteil für unsere Gesellschaft: Freude am Teamwork, Engagement für Körper und Geist ohne Alkohol und Drogen. Engagierte, junge Menschen zeigen mit ihrer Teilnahme in solchen Projekten gemeinsam, dass die Chancen auf ein erfülltes junges Leben auch ohne Sucht und Flucht in eine bedenkliche Realität recht einfach umzusetzen sind.

von Franz Krainer

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