Hochklassige Box-Weltmeisterschaft
Die Koralmhalle kochte bei Eva Vorabergers WM-Triumph

Nach zehn harten Runden war die Titelverteidigung geschafft und Eva Voraberger durfte mit ihrem Team über den Weltmeistertitel jubeln.
  • Nach zehn harten Runden war die Titelverteidigung geschafft und Eva Voraberger durfte mit ihrem Team über den Weltmeistertitel jubeln.
  • Foto: Franz Krainer
  • hochgeladen von Simon Michl

Es war das erwartete Event der Superlative: Die Boxgala in der Deutschlandsberger Koralmhalle lockte fast 1.000 Besucher an, alle wollten die Steirerin Eva Voraberger bei ihrem Weltmeisterschafts-Titelkampf sehen. Und die sympathische Bantamgewichtlerin ließ ihre Fans jubeln.

Live im Fernsehen

Die Titelverteidigung gegen die extrem starke Argentinierin Luna del Mar Torroba war aber ein Kampf, wie er knapper nicht hätte sein können. Sponsoren wie Mercedes Stelzer oder der Robert-Franz-Shop in Deutschlandsberg investierten viel Geld nicht nur in eine Sportveranstaltung. Die ORF-Liveübertragung präsentierte die Stadt Deutschlandsberg und die Region Weststeiermark einem breiten Publikum.

Den ganzen WM-Kampf Voraberger vs Torroba können Sie in der ORF TVthek nachsehen.

Superevent in der Koralmhalle

In der Koralmhalle herrschte Begeisterung, wohin man schaute. Eine perfekte Organisation, auch weil der Deutschlandsberger Kickboxweltmeister Karl Garber wochenlang die Werbetrommel rührte und eine unvergessliche Boxveranstaltung mit tollen Rahmenkämpfen und einem alles übertreffenden WM-Kampf-Finale, das auf Messers Schneide stand, auf die Beine stellte. Internationale Prominenz wie WBC-Supervisor Oksana Semenishina („What a nice town, the people are so friendly“) oder Vizelandeshauptmann Michael Schickhofer („Steirerbluat ist ka Himbeersoft“) heizten die Stimmung noch an.

Schwerer Start

Die Argentinierin Torroba entpuppte sich als ungemein stark, brachte ein wenig von der angekündigten „Stierkampfatmosphäre“ mit in den Ring und zeigte vor allem in den ersten beiden Runden, wie hart sie zuschlagen kann. Voraberger war allerdings über die zehn Runden die komplettere Boxerin, hatte ab der dritten Runde die Gegnerin halbwegs im Griff, musste allerdings absolut an ihre boxerischen und körperlichen Grenzen gehen, um die Herausforderin zu bezwingen.

Voraberger wird stärker

Erst ab der fünften Runde setzte sie einige harte Treffer, war jedoch gegen die Südamerikanerin immer wieder auch in Bedrängnis. Voraberger musste höllisch aufpassen, nicht in einen „Lucky Punch“ der Herausforderin zu laufen. So klammerte sie in brenzligen Situationen clever und setzte immer wieder gezielt harte Treffer, weil die Argentinierin in den letzten drei Runden körperlich ein wenig schwächelte. Das Urteil der Punkterichter war zwar eindeutig, doch alle drei hatten die Steirerin nur ganz knapp mit 96:94 Punkten in Front.

Eine große Bildergalerie vom Boxspektakel sehen Sie hier.

Jubel im Ring

Bei der Urteilsverkündung musste die Weltmeisterin lange zittern, bis der verdiente Sieg und neuerliche Weltmeistertitel für sie feststand. Dann allerdings brachen alle Dämme: Konfettiregen, grenzenloser Jubel und viele Freudentränen umrahmten einen Triumph, der wohl auch für viele Deutschlandsberger unvergessen bleiben wird.

von Franz Krainer

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