4 Tage, 4 Seen, 44 Kilometer
Johnny Who?-Siegesmedaille für Extremschwimmerin Claudia Müller
- Dieser Jubel ist berechtigt
- Foto: FAM
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Die nächste Challenge geschafft: Beim Johnny Who?-Bewerb in Kärnten schaffte Extremsportlerin Claudia Müller den Sieg in der Extreme-Kategorie.
STALLHOF/STAINZ. Es spricht viel dafür, dass der Johnny Who?-Bewerb seine Bezeichnung in Erinnerung an Johnny Weißmüller bekommen hat. Der spätere Tarzan-Darsteller schaffte fünf Olympiasiege und schwamm als erster Mensch die hundert Meter unter einer Minute. Beim von Georg Findenig und Xenia Ebner (Alpe Adria Swim Cup) organisierten Schwimmbewerb gilt die Formel 4 Tage, 4 Seen, 44 Kilometer. In vier hintereinander liegenden Tagen haben die Teilnehmenden also vier Seen zu durchschwimmen und dabei 44 Kilometer zu absolvieren.
Konkret sind das der Weißensee, der Millstätter See, der Faaker See und der Wörthersee. Weißensee und Millstätter See bringen sich mit je 11,5 km ein, der Wörthersee mit 17,5 Kilometern. Der Faaker See als Kleiner Freitag steuert 3,5 km zu den insgesamt 44 Kilometern bei, hier wurden alle Teilnehmenden mit der Zeit des Siegers gewertet. Bei den übrigen Seen lief die exakte Zeitmessung mit. Die Wetterverhältnisse während des Bewerbs waren höchst unterschiedlich, Gewitter mit Blitz, Regen und Sonnenschein wechselten sich in unschöner Reihenfolge ab.
Extreme-Bewerb über 62 Kilometer
Der Bewerb wurde im Vorjahr ins Leben gerufen. Heuer erstmals nahm die Extremschwimmerin Claudia Müller daran teil. Mit der Einstellung, ein lässiges Abenteuer zu absolvieren, stieg sie am vergangenen Dienstag in das Wasser des Weißensees. Unter „lässig“ versteht die Finisherin der Eismeile: mehr als normal. Soll heißen: Die 44 vorgeschriebenen Kilometer waren ihr zu wenig, sie nahm die ersten drei Seen in ihrer Normallänge, beim Wörthersee (Begleitboot Sabine/Christian Chalupa) hängte sie aber 18 Kilometer an.
Ihre Gesamtschwimmleistung belief sich auf 62 Kilometer, sie war damit die einzige Starterin im Bewerb Johnny Who? Extreme. „Es war das Schwimmen in einer eigenen Liga“, beschreibt sie diesen Bonuszustand. Ihre Zeiten: Weißensee 4,06 Std., Millstätter See 3,51 Std., Faaker See 1,02 Std, Wörthersee 11,28 Stunden, die Teilzeiten ergeben ein Ganzes von 19,87 Stunden. Ein Vergleich ist wegen der Herangehensweise natürlich nicht möglich, über die Normaldistanzen hätte es die Stallhoferin auf Platz 5 geschafft. Als sichtbares Zeichen des Erfolgs bekam Claudia Müller im Ziel die Johnny Who-Medaille in Glasausführung überreicht. „Die Verpflegung, der Transport und die Labestationen waren optimal“, denkt Claudia Müller an ein Dacapo im nächsten Jahr.
Das könnte dich auch interessieren:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.