Ein Leben voller Tatendrang
Bad Gams verabschiedet sich von Weltenbummler Walter Pasqualin
- Walter Josef Pasqualin wurde in einer einfühlsamen Feier geehrt.
- Foto: Marktmusikkapelle Bad Gams
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Walter Josef Pasqualin, geboren in Bad Gams, führte ein Leben voller Musik, technischer Neugier und Fernweh. Nun musste sich sein Heimatort von dem 67-Jährigen verabschieden, doch vergessen wird er nicht.
BAD GAMS. Schon früh entdeckte Walter Josef Pasqualin seine Leidenschaft für die Musik. Über Blockflöte und Trompete fand er schließlich zur Posaune und wurde 1974 Mitglied der Marktmusikkapelle Bad Gams. Mit der Band „Moonriver“ sowie später der „STBA10/20“ war er auch abseits der Blasmusik aktiv. Walter liebte Dixieland, New-Orleans-Jazz, die Beatles und Elvis Presley.
- Pasqualin war Mitglied der Marktmusikkapelle Bad Gams.
- Foto: Lederer
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Ein bewegtes Leben
Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann führten ihn mehrere Bundesheereinsätze als Sanitäter auf den Golan. Beruflich entdeckte Walter früh seine Begeisterung für Computer und Programmierung. Als technischer Vorreiter entwickelte er eigene Programme sowie Lösungen für Tankautomaten und Chipverrechnungssysteme. In Bad Gams gehörte er zu den Ersten mit einer großen Internet-Standleitung – und auch das Handy mit Ausziehantenne hatte er, als es für die meisten noch Zukunftsmusik war.
Sein Fernweh führte ihn schließlich gemeinsam mit seiner zweiten Frau Gloria nach Kolumbien. Am 13. August 1998 wagten beide den großen Schritt. Dort arbeitete Walter im Internetbereich für Schulen und verfasste sogar die dafür benötigten Schulbücher selbst – auf Spanisch. Walter war Musiker, Tüftler, Computerpionier und Weltenbummler – ein Bad Gamser, der seiner Zeit in vielerlei Hinsicht voraus war. Und ein Spruch durfte bei Walter nie fehlen: „Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.“
- Sein Fernweh führte ihn nach Kolumbien.
- Foto: unsplash/ David Restrepo
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Musikalischer Abschied
Besonders berührend war die musikalische Umrahmung der Trauerfeier durch seine ehemaligen Musikkollegen: Harald Lederer und Dieter Uhl, die ihm auf diese Weise einen letzten musikalischen Gruß mit auf den Weg gaben. Harald Lederer und Hans Deutschmann (STBA10/20), fanden sehr persönliche und bewegende Worte zum Abschied ihres langjährigen Kollegen und Weggefährten. Ihre Erinnerungen ließen noch einmal spüren, wie sehr Walter geschätzt wurde und welche Spuren er in der Gemeinschaft hinterlassen hat. Dank gelte laut allen Beteiligten auch Manuela Fabian, die die Gedenkfeier mit viel Einfühlungsvermögen gestaltet hatte.
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