06.10.2017, 15:46 Uhr

Ein Brand auf Schloss Welsberg beübt

Eine sehr realistische Übungsannahme rund um den Brand auf Schloss Welsberg. (Foto: EBI Franz Fröhlich)

Erste gemeinsame Gemeindeübung nach der Fusionierung der Gemeinden St.Martin im Sulmtal und Sulmeck Greith.

ST. MARTIN IM SULMTAL. Ein Brand auf Schloss Welsberg war die Übungsannahme, doch bei vielen Feuerwehrmännern würde diese Meldung im Ernstfall doch ein mulmiges Gefühl auslösen. Diese Einsatzmeldung erhielten die Feuerwehren aus Dietmannsdorf, Otternitz, St.Martin, St.Ulrich und die Betriebsfeuerwehr Wolfram-Bergla nach der automatischen Sirenenauslösung durch die Florianstation Deutschlandsberg. Nach Erkundung des Einsatzleiters HBI de Corti, der ob der großen Dimension dieses Geländes mit seinem Stellvertreter OBI Weber Stefan die Übung leitete, stellte ersterer vor Ort fest, dass es sich um den Brand einer großen Scheune handelte, in der drei Personen vermutet wurden. Nach Eintreffen des TLFA Dietmannsdorf ordnete der Einsatzleiter einen Löschangriff und die Herstellung eines HD Rohres für den Atemschutztrupp, der sich für die Bergung der vermissten Personen rüstete an.


Weitere Wehren angefordert

In der Folge meldeten sich über Funk die Feuerwehren Otternitz, St. Martin und St. Ulrich bei der Übungsleitstelle, welche den Befehl zum gestaffelten Einsatz einer Löschleitung von der Sulm zum Übungsobjekt gab. Dabei entpuppten sich zwei sehr schwierig zu lösende Probleme. Zum einen fehlte die nicht an der Übung erschienene Werksfeuerwehr Wolfram Bergla mit ihrem für diese Übung benötigten Schlauchmaterial, und zum anderen musste in der bereits eintretenden Dunkelheit die Trasse der GKB Geleise durchgraben werden. (Ein für den Ernstfall, vor vielen Jahren angelegter Durchgang, erwies sich dabei als nicht zielführend). Dennoch konnte nach knapp 30 Minuten eine 500 Meter lange Versorgungsleitung bis zum fiktiven Brandobjekt hergestellt werden. Der inzwischen hergestellte Atemschutztrupp der Feuerwehr Dietmannsdorf, drang nach Eintreffen des Atemschutztrupps St.Martin in das stark verqualmte Gebäude ein und begann die Suche den vermissten Personen. Flutlichtanlagen welche inzwischen in Betrieb genommen wurden, beleuchteten das große Gebäude um ein gezieltes Vorgehen der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Zeitgleich wurde auch das neue Sanitätszelt der Feuerwehr Dietmannsdorf aufgestellt, dass für den Sanitätstrupp des Roten Kreuzes Deutschlandsberg, welches mit 3 Notfallsanitätern vor Ort war eine perfekte Notaufnahme der inzwischen geborgenen, verletzten Personen erwies.

Manchmal hapert's am Funk

Schlussendlich konnte nach eineinhalb Stunden die Übung im Gelände der Schlosses Welsberg beendet werden. Zum Abschluss dieser Übung trafen sich alle 52 Feuerwehrmänner bzw. drei Notfallsanitäter die an dieser Übung teilgenommen haben, vor dem Rüsthaus Dietmannsdorf, wo HBI de Corti dem EABI Seewald das Übungsende meldete. In einer Stärken-Schwächenanalyse bei der Schlussbesprechung wurden von den beiden Einsatzleitern HBI de Corti und OBI Stefan Weber einige kritische Punkte erörtert.  So konnte zum Beispiel der Funkkontakt, trotz des neuen Digitalfunksystems, mehrfach nicht hergestellt werden. Ebenso erwiesen sich die Geleise der GKB als große Hürde, wobei ob dieser Problematik nach Lösungen gesucht werden muss. Auch das, laut Beladungsvorschrift (Norm) mitgeführte B Schlauchmaterial führte, bedingt durch den Ausfall, der Eingangs zitierten Feuerwehr, zu einem eklatanten und Besorgnis erregenden Engpass an Schlauchreserve. 
Bürgermeister Franz Silly, sein Stellvertreter Josef Assl, der selbst aktiv an dieser Übung teilnahm, und E ABI Ernst Seewald betonten in ihren Statements die professionelle und gut durchdachte Übungsannahme, würdigten aber auch den Idealismus aller 55 Teilnehmer inklusive Rotem Kreuz an dieser 1. gemeinsamen Gemeindeübung. Eine kräftigende Stärkung im Rüsthaus Dietmannsdorf war für alle, war schließlich der Lohn der Anstrengungen.
 
Text und Bilder: EBI Franz Fröhlich / Pressereferent Abschnitt 4 Unteres Sulmtal
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