13.11.2016, 14:09 Uhr

In Stainz regiert Valentin, der x-te

Der "Sturm" auf das Rathaus verlief eher gemütlich
Stainz: Rathaus |

Karnevalistischer Umsturz brachte das Sauzipf-Team an die Macht.

Ganz so stramm wie deutsche Karnevalisten, die am 11.11. Punkt 11.11 Uhr die Macht an sich reißen, gingen es die Sauzipf-Mitglieder heuer nicht an. Sie machten sich am Samstag vom Unteren Hauptplatz auf den Weg, um das Rathaus zu stürmen.
Mit im Pulk marschierten die Schiakrobaten des WSV Rosenkogel, die sich ebenfalls Hoffnung auf den Chefsessel gemacht hatten. Sie begnügten sich nach intensiver Debatte mit Rang 2, rückten von ihren Forderungen aber keinen Millimeter ab: Sie positionierten sich mit ihrem Schibasar als Mindestsicherungsbezieher, der ein Asyl in Stainz sucht.
Der geringe Widerstand ließ die Eindringlinge bald auf den Balkon vorstoßen, um ihr Manifest zu deponieren. Ob Valentin, der x-te, überseeischen Einflüssen folgte, war nicht zu eruieren. Fakt aber ist, dass er entlang der Gemeindegrenzen eine Mauer errichten will. Danach griff er aber in die administrativen Strukturen ein und ersetzte alle Gemeinderatsmitglieder durch Mandatare der SauPö. Die klare Vorgabe: Der Hauptplatz neu wird in Rosa ausgeführt, ein Grün darf nicht mehr zu sehen sein. Ebenfalls sehr rigid: Mangels Erfolgen wird der Spielbetrieb des SC Stainz eingestellt.
Nach der Übernahme der Amtsgeschäfte, der Ausfolgung des Rathausschlüssels und dem Hissen der Sauzipf-Fahne ließ es sich – wohl aus vorauseilendem Gehorsam und populistischer Unterwürfigkeit – Walter Eichmann, der bisherige Amtsinhaber, nicht entgehen, die Okkupanten mit Krapfen, Aufstrichbrötchen, Äpfeln und Wein ordentlich zu bewirten.
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