02.10.2017, 14:15 Uhr

Wirtschaftsstandort stärken, Bildung forcieren, Arbeitszeiten flexibilisieren

WK-Regionalstellenleiterin Margareta Maria Deix, WK-Obmann Manfred Kainz, Wirt und Tourismusverband Stainz-Reinischkogel-Obmann Ewald Zarfl mit WKO-Vizepräsident Andreas Herz.

Unternehmer quer durch den Bezirk waren das Ziel von "Wirtschaftkammer on Tour".

"Wirtschaftkammer on Tour", unter diesem Motto waren WK-Vizepräsident Andreas Herz, MSc, Regionalstellen-Obmann Hon. Kons. KommR. Manfred Kainz und Regionalstellenleiterin Margareta Maria Deix mit ihrem Team quer durch den Bezirk unterwegs, um sich in den Betrieben persönlich ein Bild zu machen, wo der Schuh drückt. "Wenn man in diesem Bezirk unterwegs ist, muss man sich bei all jenen bedanken, die sich so intensiv in ihrer Heimat engagieren, auch außerhalb der Regionalstellen", betont WK-Vizepräsident Andreas Herz, der als Mooskirchner die Verbundenheit zur Weststeiermark spüren lässt. Und wo drückt jetzt bei den Unternehmern der Schuh? "Das ist diese ganze Bürokratie! Wir müssen schauen, dass diese Zug um Zug abgebaut wird", unterstreicht der Vize-Präsident, der mehr Eigenverantwortung für die Mitarbeiter in puncto Arbeitszeitenregelung im Fokus hat.

Gutes Zeugnis

"Die Wirtschaftskammer, die Bürgermeister und alle Interessensvertreter arbeiten in einem ordentlichen Informationsaustausch sehr gut zusammen - und das schon seit Jahren", betont Kainz zum lösungsorientierten Grundtenor im Bezirk. In diesem Sinne soll auch die Laßnitztal-Entwicklungsgesellschaft funktionieren, wie Bgm. Josef Wallner in Hinblick auf die neuen Perspektiven durch den Bau der Koralmbahn betont. Das betrifft nicht nur die Bildungsshancen, sondern auch eine sinnvolle Nutzung der Industrie- und Gewerbeflächen. In diesem Sinne haben sich Schwanberg (Kleinregion Sulmtal-Koralm), Groß St. Florian und Deutschlandsberg in der Laßnitztal Entwicklungs GmbH zusammengeschlossen, um über Gemeindegrenzen hinweg Schwerpunkte bei Industrie und Gewerbeflächen zu setzen. "Somit haben wir jetzt in drei Gemeinden Flächen zur Verfügng, die wir je nach Standortqualität gemeinsam entwickeln. Die dabei anfallenden Aufwendungen und die Kommunalsteuer werden aufgeteilt. Das ist zielgerichtete und vernunftbetonte Entwicklung für den Wirtschaftsstandort im Kernraum unseres Bezirkes", ist Wallner überzeugt.

Bildung, die überzeugt

Erstmals konnte die WKO Steiermark im Vorjahr die Schallmauer von 60.000 Bildungskunden durchbrechen, dazu verzeichnete man mehr als 88.000 Serviceanfragen. „Fakten, die die große Nachfrage nach den Leistungen unserer Organisation eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ohne Pflichtmitgliedschaft wäre dieses umfassende Angebot auf jeden Fall nicht möglich“, erklärt WKO Vizepräsident Andreas Herz, MSc.

Mit Martin Neubauer als Leiter des Wirtschaftsförderungsinstituts (WIFI) und Kristina Edlinger-Ploder als Rektorin der Fachhochschule CAMPUS 02 wurden im vergangenen Jahr die Spitzenpositionen im WKO Bildungscampus neu besetzt. Und diese können mit einer erfolgreichen ersten Bilanz aufwarten: Erstmals konnten im vergangenen Bildungsjahr mehr als 60.000 Kunden am WKO Bildungscampus verzeichnet werden. Dieser umfasst neben dem WIFI und der Fachhochschule CAMPUS 02 auch das Talentcenter und die Tourismusschulen Bad Gleichenberg. „In Summe haben es diese Einrichtungen auf 2.121.000 Bildungsstunden gebracht – das ist ebenfalls ein neuer Rekord“, betont Regionalstellenobmann KommR Manfred Kainz. Umgelegt auf die rund 500.000 Beschäftigten im Steirerland heißt das, dass jeder Arbeitnehmer im Schnitt mehr als vier Stunden im letzten Jahr von den Bildungsaktivitäten der WKO Steiermark profitiert hat.
Auch das "Talent Center", betrieben von der WKO Steiermark zeigt Wirkung und ist auf 1,5 Jahre ausgebucht.

Rekordverdächtige Zahlen

„Ein toller Wert, der unseren Weg bestätigt: Bildung und das damit verbundene Knowhow ist die wichtigste Ressource in unserem Land“, so Herz, der aber auch festhält, dass dieses breite Angebot nur durch die Pflichtmitgliedschaft möglich sei. „Nur in diesem System hat die Stimme des Kleinsten das gleiche Gewicht wie die Stimme des Größten. Und nur dieses System ermöglicht auch die Finanzierung unserer Bildungsangebote.“
Selbiges gilt für das breite Serviceangebot der WKO Steiermark: 88.100 Anfragen von insgesamt 29.300 Mitgliedsbetrieben wurden im vergangenen Jahr bearbeitet. Und das zur größten Zufriedenheit der WKO-Kunden, wie die Top-Bewertung 1,2 (durchschnittliche Bewertung nach Schulnoten) zeigt. Steuern und Abgaben, aber auch wirtschafts- und arbeitsrechtliche Fragen sowie Branchenrecht wurden und werden hier stark nachgefragt. Kainz: „Diese Zahlen belegen eindeutig, wie schlagkräftig und wichtig die Wirtschaftskammerorganisation für ihre Mitglieder ist. Was nicht heißt, dass wir unsere Angebote nicht ständig weiterentwickeln müssen. Das tun wir auch im Rahmen unserer WKO 4.0-Reform, die den Mitgliedern ab 2019 nicht nur eine Beitragssenkung bringen wird, sondern auch eine Reihe von neuen Services. So zum Beispiel die heuer neu installierte Cyber-Security-Hotline, die von der Steiermark aus bereits in zahlreichen Bundesländern umgesetzt wurde.“
Parteipolitisch motivierte Angriffe auf die direkte Demokratie der Unternehmer
Den parteipolitisch motivierten Angriffen der jüngsten (Wahl-)Zeit auf das gesamte Kammersystem erteilt Herz nicht zuletzt aufgrund der vorliegenden Erfolgsbilanz eine klare Absage: „Es verwundert uns schon sehr, dass hier gerade jene Parteien gegen das Kammersystem vorgehen, die die direkte Demokratie groß auf ihre Fahnen geheftet haben. Schließlich wird hier die direkte Demokratie seit jeher vorgelebt: Unternehmer wählen ihre eigene Standesvertretung und bestimmen selbst im Rahmen ihrer Fachgruppentagungen die Höhe ihrer Beiträge und welche Projekt damit finanziert werden.“

Deutschlandsberg in Zahlen:

aktive Unternehmen: 3.962
ruhende Unternehmen: 775
Unternehmen gesamt: 4.737
Stand 31.3.2017

Beschäftigungsstatistik:

Anzahl der in Unternehmen Beschäftigten 17.113
Arbeitgeberbetriebe (AGB): 1340
Stand: 31.7.2016

Verhältnis AGB zu EPU's

EPU: 62,1 %
AGB: 37,9 %
Srtand Dezember 2015/letzte Erhebung/inkl PB
Gesellschaften ohne DN (zB Konzerntöchter)

Neugründungen
2014: 276
2015: 313
2016: 329 (vorläufig)
Stand: 31. 12. 2016

Mittleres Einkommen 2015 in Euro (letzte Erhebung / ab 2015 neue fachliche sowie regionale Zuordnung)
Deutschlandsberg: 2.537 Euro
Steiermark-Durchschnitt: 2.430 Euro
Österreich-Durchschnitt: 2479 Euro

Lehrlingszahlen 2016


Lehrlinge gesamt: 731
Lehrbetriebe: 281
LAP's gesamt: 320
Stand: 31.1. 2016

Arbeitslosenquote in Prozent:

Deutschlandsberg
April 2016: 6,8
April 2017: 6,1

Steiermark in Zahlen: 

April 2016: 7,9
April 2017: 7,1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.