Stiegenwirt räumte beim Königrufen ab

Peter Baumann aus Dobl-Zwaring ist stolz auf die Österreichische Tarock-Trophäe
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  • Peter Baumann aus Dobl-Zwaring ist stolz auf die Österreichische Tarock-Trophäe
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Es ist ein schwerer Weg, um beim Tarockfinale mitzumischen. Die Teilnehmer müssen sich in der aktuellen Spielsaison über einen der 6 österreichischen Tarockcups qualifizieren. Es ist auch ein schwerer Brocken, den Roland Hirner/Casino Linz an Baumann als Trophäe überreiche. Im Glas eingraviert sind Ort und Datum des denkwürdigen Erfolgs, umrahmt von der wuchtigen Scheibe eines Baumstamms. 224 Tarockprofis aus ganz Österreich ritterten um den Award, den der Senior vom Stiegenwirt jetzt nach Dobl-Zwaring brachte.

Königrufen auf hohem Level

In seiner Blütezeit im 18. Jahrhundert wurde Tarock in einem Großteil Europas gespielt. Danach wurde es etwas stiller um dieses königliche Spiel. Tarock ist um 1430 in Italien entstanden. In weiterer Folge verbreitete sich das Spiel in fast ganz Europa. Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Johann Strauß waren leidenschaftliche Tarockanten. Der besondere Stellenwert des Tarockspiels findet seinen Niederschlag ebenso in der Literatur bei Goethe, Schiller, Musil, Nestroy oder Torberg. Leidenschaft, Konzentration, Taktik und Ausdauer braucht es, denn Tarock wird nicht wie ein schnelles Bummerl gespielt. Könige, Damen, Reiter und Buben beanspruchen recht viel Zeit.

Schon der Vater tarockierte

Mit elf Jahren erlernte Baumann das Tarockieren von seinem Vater. „Das Schöne an diesem Kartenspiel ist die Vielseitigkeit, es ist nicht berechenbar, alles ist möglich“, sagt Steiermarks bester Tarockant. Dobl-Zwaring gilt als Hochburg im Königrufen. Beim Stiegenwirt wird nämlich jeden Montag ab 13:00 Uhr tarockiert, teilnehmen kann hier jeder.

Haus mit Tradition
Baumanns Großeltern übernahmen den Stiegenwirt im Jahr 1908, dann führte ihn seine Mutter. „Ich war von 1969 bis 2004 der Stiegenwirt“, sagt Baumann. Jetzt leitet Sohn Horst den Gasthof mit seiner 110jährigen Geschichte. Der Name des Hauses kommt von den 124 Stufen, die links vom Stiegenwirt direkt zur Kirche führen. Traditionell ist auch die Küche. Ein Tarock-Schnitzel steht noch nicht am Plan, aber für seinen Schilcher-Rostbraten aus regionalen Zutaten ist der Stiegenwirt fast so berühmt, wie der Dobler Tarockant, der im Königrufen zu großen Ehren kam.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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