Gratwein-Straßengel
Demenzzentrum: Griss ums LKH Hörgas

Was mit dem LKH Hörgas in Zukunft noch passiert, ist bislang unklar.
  • Was mit dem LKH Hörgas in Zukunft noch passiert, ist bislang unklar.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Gratwein-Straßengel: Nach wie vor herrscht Uneinigkeit beim Standort fürs geplante Demenzzentrum.

Die Diskussion um den Standort eines geplanten Demenzzentrums in Gratwein-Straßengel reißt nicht ab. Während der Bauinteressent am Stiftsacker im Ortsteil Judendorf dafür den geeigneten Platz sieht, stellt die ÖVP die Nachnutzung des LKH Hörgas in den Raum und startete eine Umfrage. Doch wie sieht das eigentlich das zuständige Ressort?

Eine Kostenfrage?

Für die Umsetzung des angedachten Demenzzentrums benötigt es eine Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat. Eine Tatsache, die der aktuellen Lage einen Strich durch das Gesundheitsprojekt machen könnte. "Mir ist es zu wenig, dass gesagt wird, in Hörgas würde das Demenzzentrum nicht umgesetzt werden können. Wir müssen uns das schon genau anschauen", sagt Mario Schwaiger von der ÖVP. Er selbst habe von den Plänen am Stiftsacker aus den Medien erfahren, "deshalb gab es auch die Umfrage, um ein Stimmungsbild bei der Bevölkerung zu bekommen. Wir sind nicht gegen das Zentrum, aber der Umbau in Hörgas wäre kostengünstiger. Vielleicht muss auch erst einmal eine Bedarfserhebung gemacht werden." Außerdem teilt er mit: "Aufgrund der Größe und Wichtigkeit des geplanten Projektes Demenzzentrum am Stiftsacker im OT Judendorf, ist es aus Sicht der ÖVP unbedingt notwendig, alle Beteiligten an einen Tisch zu bitten und sämtliche Informationen allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen zur Verfügung zu stellen. Bis auf eine beiläufige Information in einer Bauausschusssitzung gab es bisher keine detaillierten Informationen, weder zum Projekt selbst noch zu einem möglichen Betreiber. Um auch den gleichen Wissensstand wie SPÖ und Grüne zu haben, ist ein solcher Termin aus unserer Sicht unabdingbar."

Stefan Primas, Ausschussobmann für Bau- und Raumordnung, teilt mit, dass ohnehin noch nichts in Stein gemeißelt ist, liegt der Spielball immerhin in der Hand des Interessenten: "Die Gemeinde ist weder Eigentümer noch Bauwerber des Zentrums und somit natürlich auch nicht diejenige, die für die Kosten aufzukommen hat. Die Aufgabe der Gemeinde ist es, zu entscheiden, ob wir dieses Vorhaben im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen möchten", was der Gemeinderat mit der Absegnung des örtlichen Flächenwidmungsplans auch einstimmig tat.

Nachnutzung ungewiss

Bedarfserhebungen sind jedoch – wie auch die Genehmigung von Pflegeeinrichtungen und die Nachnutzung des LKHs – Angelegenheit des Gesundheitsressorts. Aus dem Büro der zuständigen Landesrätin Juliane Bogner-Strauß heißt es auf Nachfrage der WOCHE, dass im LKH Hörgas aktuell noch Covid-Patienten behandelt werden (am 1. Juli 2019 eröffnete die KAGes den Standort als ein vom LKH Graz II geführtes Facharztzentrum, das als solches bis Pandemie-Beginn auch im Betrieb war). Da man nicht davon ausgehe, dass die Pandemie rasch vorübergeht, wird der Platz weiterhin gebraucht. Jetzt schon zu planen, wie es in Hörgas weitergeht, sei unseriös. Und LKH-Graz-II-Betriebsdirektor Bernhard Haas ergänzt: "Es gibt noch keine Pläne, wie es mit Hörgas konkret weitergeht. Bis 30.6. wird Hörgas noch für Covid-Patienten aufrechterhalten. Es gibt die Überlegung, bis 31.12. zu verlängern."


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