Diskussion zum Thema Integration

Diskussionabend im Zentrum: Thomas Heuberger, Günther Stangl, Sebastian Kurz, Manuela Weinrauch (v.l.).
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Die Regionalstelle Südost der Wirtschaftskammer und die Junge Wirtschaft luden zu einer Diskussionsveranstaltung mit Integrations-Staatssekretär Sebastian Kurz. Im Feldbacher Zentrum stand das Thema "Integration durch Leistung" auf dem Programm.
"Für unsere Region ist diese Thematik nicht neu. Durch die Nähe zu Ungarn und Slowenien haben wir in vielen Betrieben schon seit Jahrzehnten Mitarbeiter mit Migrationshintergrund", eröffnete Günther Stangl, Obmann der Wirtschaftskammer-Regionalstelle Süd-Ost, die Veranstaltung. Staatssekretär Sebastian Kurz, der extra aus Wien zu dieser Veranstaltung anreiste, nahm den Ball auch gleich auf. "Wir haben uns im Ministerium drei Schwerpunkte vorgenommen", erklärte er dem interessierten Publikum. "An erster Stelle steht unzweifelhaft der Spracherwerb. Weiters wollen wir, dass die Zuwanderer auch Einsatz bringen, das heißt, sie sollen ihre Fähigkeiten in ehrenamtlichen Funktionen einbringen. Und drittens müssen sie Respekt für unser Land und die Mitbürger aufbringen. Dafür sind 150 so genannte Integrationsbotschafter im Land unterwegs", präzisierte Kurz.
Dass in vielen regionalen Betrieben die Integration sehr gut funktioniert, bestätigten einige Unternehmer. Johann Kaufmann, Chef des Betriebes Fleischhof Raabtal und Landesgremialobmann berichtete, dass in seiner Firma ungefähr die Hälfte der Mitarbeiter aus dem Ausland kommt. "Wir erwarten aber von jedem qualitätsvolle Arbeitsleistung - und die bekommen wir auch", so Kaufmann weiter. Das bestätigte unter anderem auch Christoph Schaden von der Jungen Wirtschaft Feldbach für seinen eigenen Betrieb. Der Jungunternehmer Daniel Timis, der aus Rumänien stammt, erzählte von seinem Werdegang in Österreich vom Schüler zum Firmeninhaber. "Leistung ist die Hauptsache, dass man sich hier behaupten kann. Wichtig ist die eigene Einstellung", lautete sein Credo. Der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Fürstenfeld, Michael Gruber, bestätigte ebenfalls die Wichtigkeit der Integration durch ehrenamtliche Tätigkeiten.
Staatssekretär Kurz nannte auch eindrucksvolle Zahlen. In Österreich leben demnach derzeit rund 1,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Jedes vierte Volksschulkind ist mit seinen Eltern zugewandert. Jährlich kommen ungefähr 130.000 Menschen aus dem Ausland dazu, während rund 100.000 abwandern. "Wir haben noch furchtbar viel zu tun und die Arbeit wird nicht weniger. Aber jeder kann etwas zu einer gelungenen Integration beitragen", versprühte Kurz Optimismus.

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