GUSTmobil startet in anderen Bezirken durch

Das GUSTmobil funktioniert im Großteil von Graz-Umgebung und soll auch in anderen Bezirken umgesetzt werden.
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  • Foto: RMSZR
  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Was 2016 mit einer Mikromobilitätsstudie in ganz Graz-Umgebung begann, wurde mit 29 teilnehmenden GU-Gemeinden im Sommer 2017 gestartet. Als Zu- und Abbringer zum und vom öffentlichen Verkehr ermöglicht das GUSTmobil eine flächendeckende Mobilität. Und es ist erfolgreich. So sehr sogar, dass das GUSTmobil in anderen Bezirken übernommen wird.

Weitere Bezirke dabei

2018 war ein erfolgreiches Jahr – insgesamt wurden 39.000 Fahrgäste in Graz-Umgebung transportiert. Das Sammeltaxi-System wird ab September für Grazer, die in Stadtteilen wohnen, die weniger gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen sind, zur Verfügung stehen. Auch im Bezirk Voitsberg haben sich alle 15 Gemeinden für eine zweijährige Testphase, in Zusammenarbeit mit regionalen Taxibetrieben, entschieden. Ab dem Sommer ist Hartberg-Fürstenfeld noch mobiler, ebenso könnte sich Weiz dem Erfolg des GUSTmobils anschließen. Hier gibt es noch eine Ausschreibungsphase.

Positive Rückmeldung

"Das GUSTmobil versteht sich als soziale Mobilitätslösung. Es ist für jeden Fahrgast gedacht, vor allem aber für ältere Menschen und Jugendliche. Die Leute sollen selbst bestimmen können, wann sie mobil sind, und nicht auf andere angewiesen sein. Das steckt hinter der Idee", sagt Doris Hahn, operative Geschäftsführerin von ISTmobil. "Graz-Umgebung nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein." Vor allem in Frohnleiten, Deutschfeistritz, Übelbach und Semriach, verrät Hahn, steige die Fahrtenanzahl stetig an. Deutschfeistritz und Semriach etwa haben den Schulbus in das GUSTmobil gleich integriert. "Aber nicht alle Gemeinden sind gleich. In Stattegg zum Beispiel wird das GUSTmobil zwar gerne benutzt, trotzdem fahren mehr Menschen mit dem Bus."

Leerkilometer sind Problem

Obwohl die Fahrtenbilanz durchaus positiv ist, sind nicht alle Gemeinden davon überzeugt. Seiersberg-Pirka zum Beispiel überlegt, ob man nach der für alle geltenden zweijährigen Probezeit Adieu zu den Haltepunkten sagt. Nicht mehr dabei sein wird St. Radegund. "Wir sind nicht gegen ein Mikro-ÖV-System. Vor allem für ländlichere Regionen macht es absolut Sinn. Auch die Finanzierung ist kein Kritikpunkt. Die Gemeinden zahlen ohnehin eine Pauschale. Aber die Umsetzung ist ein Problem. Aus ökologischer Sicht etwa die Leerkilometer", teilt Gemeinderat Günter Lesny mit. Der Mobilitätsbedarf scheint hier nicht gegeben zu sein: Im Jänner wurden in St. Radegund lediglich 60 Fahrten unternommen. "Wir haben seit 2016 in und für andere Bezirke viel gelernt, auch, was nicht gut funktioniert", so Hahn. "Daran wollen wir für andere Bezirke natürlich arbeiten."

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