Rehazentrum St. Radegund wird umgerüstet
- Das Rehabilitationszentrum St. Radegund wird umfunktioniert, um Krankenhäuser zu entlasten.
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- hochgeladen von Nina Schemmerl
Die Rehabilitationszentren der Pensionsversicherungsanstalt werden umfunktioniert. Damit sollen die Krankenhäuser im Fall der Fälle entlastet werden. So auch in St. Radegund.
Aufgrund der Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit wurde die Privatklinik St. Radegund am 20. März geschlossen. Jetzt folgt auch eine Neuerung bei den Standorten der Rehabilitationszentren der Pensionsversicherungsanstalt (kurz PVA): Die stationären Rehazentren sind nur noch für Menschen, die einen akutmedizinischen Eingriff und eine damit einhergehende Versorgung benötigen, aufrecht. Neue Patienten werden nicht mehr aufgenommen, vorausgesetzt, sie werden aus einem Akutkrankenhaus überwiesen.
Entlastung für Krankenhäuser
Landesweit werden einige Krankenhäuser mit sogenannten Coronavirus-Stationen eingerichtet. Die umfunktionierten Rehaeinrichtungen werden zu Notspitälern, um die Krankenhäuser zu entlasten. Diese Übereinkunft wurde mit den Krisenstäben getroffen. Von den 15 Rehaeinrichtungen der PVA werden neun zu solchen Spitälern umgerüstet, darunter auch der Standort in St. Radegund. Aufgenommen werden dann nur noch nicht infizierte Menschen, die andere Verletzungen oder Erkrankungen haben und bei denen eine häusliche Betreuung nicht möglich ist. Die Patienten werden so rasch wie möglich in häusliche Pflege übergeben, um dann wieder Betten zur Verfügung zu haben.
Den Anfang machten die Rehabilitationszentren in Saalfelden und Großgmain, wo bereits die ersten Patienten übernommen wurden. „Die PVA mit ihren eigenen Einrichtungen steht auch in Krisenzeiten bei der Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung“, lässt Pressesprecher Markus Stradner gegenüber der WOCHE GU-Nord wissen. Das Personal ist grundsätzlich für die Fälle, die nun kommen sollten, ausreichend ausgebildet. Sowohl im administrativen, als auch im medizinischen Bereich.
Sehr gute Vorbereitung
Das Personal aus Rehabilitationseinrichtungen, die keine Bettenstationen haben, wird auf die Rehabilitationszentren mit Bettenstation verteilt. Patienten, die derzeit noch stationär in den Rehabilitationszentren der PVA betreut werden, weil sie bisher noch nicht in häusliche Pflege entlassen werden konnten, bleiben in den jeweiligen Rehabilitationseinrichtungen. Für Patienten, die den Rehabilitationsaufenthalt nun nicht antreten, wird die Gültigkeit der Zuweisung verlängert.
Schon vor drei Woche konnten Patienten, die dies wünschten und versorgt waren, die Rehabilitationseinrichtungen verlassen. Selbstverständlich sanktionslos. Die ambulanten Rehabilitationseinrichtungen in Graz und Wien wurden bereits vor zwei Wochen geschlossen.
Folgende Rehabilitationseinrichtungen der PVA bleiben geöffnet, um als Notspitäler zu fungieren:
- Bad Ischl, Oberösterreich
- Bad Schallerbach, Oberösterreich
- Gröbming, Steiermark
- St. Radegund, Steiermark
- Saalfelden, Salzburg
- Großgmain, Salzburg
- Laab im Walde, Niederösterreich
- Hochegg, Niederösterreich
- Bad Tatzmannsdorf, Burgenland
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