Mit der Karte die Finanzen im Griff behalten

Mit Karte zahlen ist zwar praktisch, jedoch kann man schnell den Überblick über seine Ausgaben verlieren.
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Wer sein hart verdientes Geld in Händen hält, weiß den Wert auch zu schätzen und lässt es entsprechend auch wieder schwerer los – heißt es zumindest. Laut Österreichischer Nationalbank wurden im letzten Jahresquartal geschätzte 4.896.000 Euro mit Karte von den Banken abgehoben, nur um die Scheinchen schließlich griffbereit im Geldbörserl zu haben. Übrig bleibt das umständliche Hantieren mit den Kupfermünzen. Der Ruf nach Abschaffung von Bargeld könnte lauter werden und viele setzen bereits auf bargeldlose Bezahlung. Aus praktischen Gründen. Doch hat das Zahlen mit Karte auch Auswirkungen auf unsere Ausgaben?

Vorteile des Plastikgeldes

In Österreichs Privathaushalten hat die bargeldlose Zahlung – vor allem die Bankomatzahlung – in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Nicht zuletzt durch das Internetbezahlverfahren: Immer mehr kaufen und bezahlen ihre Waren online. Der Beliebtheitsgrad des Plastikgeldes hängt damit zusammen, wie oft und für welchen Zweck bzw. ab welchem Geldbetrag Kartenzahlungstransaktionen durchgeführt werden: Während in den Bereichen Gastronomie und Dienstleistungen noch bar bezahlt wird, werden in den Sparten Bekleidung und Tankstelle schon eher die Karten gezückt. Kleinere Beträge lassen sich mit Scheinen und Münzen zahlen, für höhere Summen ab 100 Euro wird die Karte durchgezogen. Die Vorteile der Kartennutzung liegen auf der Hand: Einfach und schnell erfolgt die Bezahlung.

Schuldenfalle "Kartengeld"

Bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten haben mitunter aber auch unerfreuliche Auswirkungen. Wenn Geld mittels Kreditkarte, Bankomatkarte, Karte mit Quick-Funktion etc. den Besitzer wechselt, verlieren viele den Überblick über ihre Ausgaben. Im schlimmsten Fall rutscht man in die Schuldenfalle.
"Diese Zahlungsarten lassen Einkäufe oder Abbuchungen oft kleiner und unbedeutender erscheinen, dadurch haben zunehmend mehr Menschen Mühe, dieser Abstraktion des Geldes zu folgen", sagt Marion Sarkleti-König von der Schuldnerberatung Steiermark GmbH. "So bequem diese Zahlungsarten auch sind – sie können wesentlich dazu beitragen, den Überblick über den finanziellen Rahmen zu verlieren. Einige falsch eingeschätzte Spontankäufe können sich rasch zu einem Betrag summieren, der das Konto am Monatsende überlastet. Auch der Übergang vom Haben ins Kontominus ist für ständige Bankomat- und Kreditkartennutzer nicht merkbar." Damit das Bewusstsein für Geld aufgrund des Plastikgeldes nicht verloren geht, rät Sarkleti-König, strukturiert zu zahlen: "Fix eingeplante Budgets und Bargeld für diverse Einkäufe oder Urlaube können helfen, die eigenen Finanzen gut im Griff zu behalten."

Mit Karte zahlen ist zwar praktisch, jedoch kann man schnell den Überblick über seine Ausgaben verlieren.
"In den letzten Jahren ist der Umgang mit Geld immer 'abstrakter' geworden", weiß Mag. Marion Sarkleti-König.
Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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