Opposition empört
Aufregung wegen schwarzer Fahne für Kirk in Lieboch
- Zwei Tage lang wurde das Gemeindeamt Lieboch mit der schwarzen Fahne als Andenken an Charlie Kirk beflaggt.
- Foto: Helmreich
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Nach der Ermordung des politischen Aktivisten Charlie Kirk in den USA hat Liebochs Ortschef vor seinem Gemeindeamt die schwarze Fahne hissen lassen. Das sorgt für erheblichen Wirbel.
LIEBOCH. Am Mittwoch dieser Woche wurde der US-amerikanische Autor und politische Aktivist Charlie Kirk auf offener Bühne an der Universität Utah erschossen. Er galt als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump. Jetzt wird dieser wohl politisch motivierte Mord auch, tausende Meilen entfernt, in Lieboch zum Thema. Grund dafür ist das Hissen der schwarzen Fahne vor dem Gemeindeamt der knapp 6.000 Einwohner zählenden Gemeinde.
- ÖVP-Bürgermeister Stefan Helmreich verteidigt das Hissen der schwarzen Fahne für Charlie Kirk.
- Foto: Gemeinde
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Ortschef verteidigt Vorgehensweise
Veranlasst hat das Hissen der Fahne ÖVP-Bürgermeister Stefan Helmreich. Aber warum eigentlich? "Der Hintergrund ist ganz einfach erklärt. Ich bin entsetzt, dass ein politischer Mord aufgrund von Meinungsfreiheit passiert. Kirk ist von Uni zu Uni gefahren und wurde auf einmal erschossen. Wenn man für Meinungsfreiheit und für Frieden ist, dann muss man ein Zeichen setzen", erklärt Helmreich gegenüber MeinBezirk.
Nicht ganz so gut kam die Aktion bei der Opposition im Ort an. "Als Gemeinderat der Marktgemeinde Lieboch distanziere ich mich ausdrücklich von der Aktion von Stefan Helmreich. Kirk war eine Person aus den USA, die keinerlei Bezug zu unserer Gemeinde hatte. Darüber hinaus ist er durch zahlreiche verachtende und spaltende Aussagen in Erscheinung getreten, die mit den Werten unserer Gesellschaft unvereinbar sind", schreibt etwa Michael Wippel, SPÖ-Vizebürgermeister unter dem Facebook-Posting des Ortschefs. Die Trauerbeflaggung sei unangebracht und setze ein falsches Signal, so Wippel.
- Mittlerweile wurde die schwarze Fahne vor dem Gemeindeamt wieder entfernt.
- Foto: Edith Ertl
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Schwarze Beflaggung mittlerweile wieder entfernt
Bürgermeister Helmreich hat die schwarze Fahne am Samstag wieder heruntergeben lassen. "Ich habe gehofft, dass andere Gemeinden mitmachen. Es war eine alleinige Entscheidung von mir, ich habe nicht einmal meine eigene Partei gefragt. Die schwarze Fahne soll dazu appellieren, dass man sich gegenseitig nicht erschießt. Die Frage ist, was tolerieren wir", meint der Ortschef. Unter dem Facebook-Posting des Bürgermeisters finden sich, neben weiteren Distanzierungen, aber auch positive Rückmeldungen. Das Hissen der schwarzen Fahne wird wohl auch heißes Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung werden.
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