Bewegungsrevoluzza
Helmut Scherounigg: Disziplin ist sein zweiter Vorname
- Für den begeisterten Radsportler Helmut Scherounigg gibt es keine Grenzen.
- Foto: Helmut Scherounigg
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Helmut Scherounigg ist ein Bewegungsrevolutionär, jemand, der Menschen dazu animiert, sich im Alltag mehr zu bewegen. Wie es dazu kam und warum er so viel Wert auf Disziplin legt, erklärte er MeinBezirk im Gespräch.
GRAZ-UMGEBUNG. Der Gesundheitsfond Steiermark hat in Kooperation mit den drei Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und der Sportunion im Sommer die Bewegungsrevolution ausgerufen. Und weil keine Revolution ohne ihre "Revoluzza" auskommt, wurden gemeinsam mit MeinBezirk alle motivierten (Hobby-)Sportlerinnen und Sportler sowie Bewegungsenthusiasten dazu aufgerufen, sich als "Bewegungsrevoluzza" zu bewerben und ihre Botschaft in die Welt hinauszutragen und mehr Menschen zur Bewegung zu animieren.
- Egal ob am Rad oder auf den Beinen, für den Gratweiner zählt nur die Bewegung.
- Foto: Helmut Scherounigg
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Ein bewundernswerter Mensch
Ein tadelloses Beispiel für einen Bewegungsrevolutionär ist Helmut Scherounigg aus Gratwein-Straßengel: Der 60-jährige Obmann der Naturfreunde Gratwein und Landesfachreferent für Radfahren ist heute Ultraradsportler und Triathlet, doch seine Begeisterung dafür entstand durch einen dramatischen Vorfall: Im Jahr 2011 erlitt Scherounigg eine Lähmung, da zwei Bandscheiben aus der Wirbelsäule gepresst wurden und gegen den Nervenstrang drückten. Es war ihm nicht mehr möglich, aufrecht zu gehen oder zu stehen.
"Ich musste unter das Messer, nach einer erfolgreichen Operation konnte ich nach nur zwei Tagen auf Krücken gehen. Als sechs Wochen später die Reha am Plan stand, habe ich meine Sachen gepackt und bin auf meinen eigenen Beinen dorthin gewandert. In der Rehabilitation angekommen wollte ich immer mehr, egal ob schwimmen, joggen oder wandern, ich habe die Ärzte dort richtig gefordert."
Helmut Scherounigg
- Jeder Erfolg in seiner sportlichen Laufbahn ist das Produkt von Disziplin und Wille.
- Foto: Helmut Scherounigg
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Von der Lähmung zum Triathlon
Nur ein Jahr später bestritt der Gratweiner bereits seinen ersten vollen Marathon in olympischer Distanz, auch im Folgejahr absolvierte er diese Disziplin erneut. Danach versuchte er es auf Rädern, bei seinem ersten Anlauf musste er die Ultra-Rad-Weltmeisterschaft aufgrund von starken Schmerzen abbrechen. 2017 ging er aber erneut an den Start, diesmal konnte er das Rennen beenden. "Ich habe die Herausforderung noch einmal annehmen müssen, ich habe mich der Sache intensiv gewidmet und polysportiv – eine Mischung aus verschiedenen Sportarten – vorbereitet", erklärt der zielstrebige Gratweiner.
- Egal ob Sonnenschein oder Regenschauer, für ihn gibt es keine Ausreden.
- Foto: Helmut Scherounigg
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Ein Appell an die Jugend
Auf die Frage, wie man sich im Alter so fit hält, muss Helmut Scherounigg schmunzeln: "Für mich ist das keine Motivationssache, sondern reine Disziplin, man muss einfach tun. Auch an einem Arbeitstag ist es wichtig, einmal abzuschalten, da bietet sich eine kleine Runde auf den Beinen immer gut an. Man soll auch auf Ausreden verzichten, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung." Körperlich fühlt sich der sportbegeisterte Gratweiner noch immer in einer optimalen Form. "Man tut seinem Körper einfach etwas Gutes, im Endeffekt belohnt man sich ja selbst. Es ist ein schönes Gefühl."
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