25.10.2017, 04:30 Uhr

Mit der Ostseeluft als Rückenwind

27 Radsportfreunde aus Gratkorn und Umgebung haben kürzlich eine einzigartige Tour erlebt.

Eine Gruppe ambitionierter Hobbyradler machte sich auf, die Schönheit der Küstenlandschaften hautnah zu erleben. Von Gratkorn aus traten die Radfahrer ihre Reise in den hohen Norden zu einer mehrtägigen Ostseeküsten-Tour an.

Immer die Küste entlang

Keine Hektik, stattdessen durchatmen und Zeit für sich finden, lautete das Motto von Reiseleiter Josef Krenn, Radbegleiter Roland Köppel und den teilnehmenden Radsportfreunden, als sie die größte Stadt Sachsens, Leipzig, erreichten. Von hier aus wurde in die Pedale getreten – und das über insgesamt 300 Kilometer.
"Schon 2015 fragte mich Josef Krenn, ob ich nicht Interesse hätte, an einer Reise als Radbegleiter teilzunehmen", sagt Köppel, der schon sein ganzes Leben lang Hobbyradler und begeisterter Mountainbiker ist. "'Na klar', dachte ich. Ich bin ein Jahr davor die gesamte Strecke abgefahren, um die bestmöglichen Etappen vorzubereiten." Dank seiner Leidenschaft für den Radsport und seinem Auge für die schönsten Naturlandschaften ging es für die 27 Teilnehmer an Tag zwei an Potsdam und Berlin vorbei zur Mecklenburgischen Seenplatte. Ziel des nächsten Tages war Wismar. "Wir sind die Küste entlang gefahren, auf einem Radweg mit zahlreichen Strandzugängen. Der Wettergott hat uns gut zugespielt", erzählt Köppel. Von der Wismarer Bucht radelte die Gruppe am nächsten Tag nach Warnemünde – vorbei an Mühlen, Wäldern und Heiligendamm, dem ältesten Badeort an der Ostsee. Tag vier führte über die älteste Fischlandsiedlung in Wustrow, die Vogelreservate entlang, durch die Weiden zum Hafen von Prerow und zur beliebten Seepromenade in Zingst, wo übernachtet wurde.
Diese Rast war gut gewählt, denn tags darauf mussten 20 Kilometer Stöckelpflaster überquert werden. "Da braucht man schon Sitzfleisch", scherzt Köppel und spielt damit auf eine unerwartete Etappenänderung an: "Am nächsten Tag, vor Basin, war der Strandweg gesperrt. Wir mussten deshalb eine Steigung von 16 Prozent anradeln. Man denkt ja immer, im Norden ist alles flach, das stimmt aber nicht." Trotz zusätzlichem Schweiß wurde die Sonneninsel Usedom am Abend gut erreicht. Von hier aus mussten die Räder noch einmal beansprucht werden, um in die Lichterstadt Jena zu kommen, bevor Abschied von der Ostsee und der Bus Richtung Graz genommen wurde. "Eine solche Radtour würde ich sofort wieder machen", sagt Köppel und verrät, dass für nächstes Jahr bereits eine neue Tour geplant ist.


Alle Fotos: Privat
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