08.06.2017, 08:00 Uhr

EU mit Lob für Badeseen in Graz Umgebung Nord

Freut sich über die hohe Wasserqualität: Dafür haben Sebastian Prentner und sein Team im Bad Weihermühle viel getan. (Foto: KK)

Neuester EU-Bericht zeigt: Die Badeseen in Graz-Umgebung Nord haben eine Top-Wasserqualität.

So richtig mag die ungetrübte Sommerstimmung derzeit noch nicht aufkommen, das liegt nicht zuletzt am launischen Wetter. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Regengüsse mit Gewittern wechseln sich beinahe täglich ab.
Die Badesaison hat zwar auch in Graz-Umgebung bereits begonnen, ordentlich durchstarten wollen die meisten Betreiber jetzt aber im Juni. Da kommen die Ergebnisse der neuesten Badegewässer-Bewertung der Europäischen Umweltagentur gerade richtig.
Österreich, das seit Jahren zu den Hochburgen der Wasserhygiene zählt, kommt auch im aktuellen EU-Bericht sehr gut weg: Von 264 untersuchten Badegewässern wiesen 95,1 Prozent eine ausgezeichnete Qualität auf.

Filter helfen

Auch im Bezirk Graz-Umgebung gab's nur Bestnoten. Um die gute Qualität Jahr für Jahr zu gewährleisten, werde auch viel getan, wie Sebastian Prentner vom Bad Weihermühle in Gratwein-Straßengel erzählt: "Im Frühjahr wird der ganze See ausgelassen, dann werden Schlamm und Sedimente rausgeputzt, da sich über eine ganze Saison so einiges ansammelt."
Darüber hinaus wird durch eine im Jahr 2009 installierte Sandfilterungsanlage auch noch das Wasser des natürlichen Bachzuflusses der Weihermühle vorgefiltert.

Kampf gegen Algen

"Wir arbeiten außerdem mit Biologen zusammen. So werden seit geraumer Zeit Mikroorganismen eingebracht, die für bessere Klarheit sorgen und die Bildung von Schlamm verhindern", so Prentner. Auch die zuletzt starken Regenfälle machen dem Bad nichts aus, da die Zuflussgestaltung derart erneuert wurde, dass das Wasser leichter umgeleitet werden kann.
Erfreut über die EU-Gewässeranalyse ist man auch in Kumberg. "Es kommt immer genug Frischwasser aus der Rabnitz. Außerdem setzen wir seit drei Jahren auf Mikroorganismen, um Algenbildung vorzubeugen", sagt Peter Scherwitzl von der Well Welt. Dem Sprung ins glasklare Nass steht also nichts mehr im Wege ...
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