17.10.2014, 09:33 Uhr

Weiz ist umweltfreundlichste Gemeinde der Steiermark

Vier steirische Gemeinden stellten sich einer externen Auditierung, um schlussendlich die Auszeichnung für ihre energiepolitische Arbeit in Form der begehrten "e5 Trophäe" entgegennehmen zu können.

Mit einer Exkursion zu innovativen Energieprojekten in Weiz, mit einer hochkarätig besetzten Klimakonferenz und einer feierlichen Auszeichnungsgala widmete man sich Weiz kürzlich dem Thema "(Klima)Wandel als Chance".
Das e5-Umweltmanagementprogramm ist eine bundes- und landesweite Unterstützung für energiebewusste und klimafreundliche Gemeinden. Lokale Arbeitsgruppen mit unabhängigen Personen aus Politik, Verwaltung, Gewerbe und engagierten Bürgern machen es sich zur Aufgabe, entsprechende Maßnahmen in ihren Gemeinden umzusetzen. Diese umfassen unter anderem Raumplanung, Architektur, Energielösungen und Mobilität. Schließlich stellen die e5-Gemeinden sich einem Zertifizierungsprozess und einer unanhängigen Überprüfung und werden alsdann mit ein bis fünf "e" ausgezeichnet.

Weiz erhält "European Energy Award®"
Die Gemeinde Weiz wurde nach einer dreimonatigen Auditierung nun als erste steirische Gemeinde mit dieser höchsten Stufe, nämlich mit "eeeee", prämiert. Bürgermeister Eggenreich sieht dies als Ansporn und die Erhaltung der Ebene als verantwortungsvolle Aufgabe in der Zukunft. "Es kann nicht um eine Inselwirkung gehen, sondern nur darum, dass andere Gemeinden nachziehen und dass wir weiterhin auf unserem Weg bleiben."
Die Gemeinde Weiz bekommt dank der hervorragenden Arbeit ihres e5-Teams, die letztlich eine 80-prozentige Maßnahmenumsetzung ergab, als höchstmögliche Auszeichnung zudem den "European Energy Award®" verliehen.
Im Rahmen der von ORF-Sprecher Werner Rannacher moderierten Auszeichnungsgala ebenfalls prämiert wurden die Leistungen der Gemeinden Lebring-St. Margarethen ("eee"), Liezen ("eee") und Semriach ("eee").

Klimabündnis Österreich und "Plant for the Planet"

Zudem wurden an diesem Abend die Auszeichnungen für langjähriges Aktivsein im Klimabündnis Österreich, dem größten kommunalen Klimaschutz-Netzwerk in Europa, verliehen. Gemeinden, Schulen und Betriebe bilden hierbei eine Partnerschaft mit indigenen Organisationen im Amazonas. Ziel sind die Verringerung klimaschädlicher Emissionen und der Schutz des Regenwaldes.
Ein weiterer Höhepunkt des Galaabends, der musikalisch umrahmt wurde vom Weizer Jugendchor unter der Leitung von Hannes Steinwender, war ein Impulsreferat des Gymnasiasten Manfred Meister zum Thema "Stop talking. Start planting". In Vertretung von Felix Finkbeiner, der 2007 als 9-Jähriger Initiator von "Plant for the Planet" war, unterstrich er das Ziel der Initiative: "Jedes Land der Erde pflanzt 1 Mrd. Bäume. CO2 ins Museum!"

Ausgezeichnete Gemeinden für das Aktivsein im Klimabündnis Österreich:
Für 5 Jahre: Deutschfeistristz.
Für 10 Jahre: Ilztal, Raabau, Rosental bei Kainach, Söchau.
Für 15 Jahre: Gratkorn, Lannach.
Für 20 Jahre: Spielberg, Weiz.
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