Eurovision in Wien
Aus Hartberger Garage zum größten ESC-Fanclub in Österreich

Österreichs größter ESC-Fanclub freut sich auf das Finale in Wien.  | Foto: Tritremmel
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  • Österreichs größter ESC-Fanclub freut sich auf das Finale in Wien.
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Wenn am Samstag das Finale des Eurovision Song Contests über die Bühne geht, wird  für Marcos Maximilian Tritremmel eine ereignisreiche Woche zu Ende gehen. Der Grazer ist Präsident des einzigen offiziellen ESC-Fanclubs und erzählt im Gespräch mit MeinBezirk über seine Teilhabe, die Vereinsgründung in einer Hartberger Garage und seine persönlichen Favoriten. 

GRAZ/HARTBERG. Wenn am Samstag in der Wiener Stadthalle das Finale des Eurovision Song Contests vor Tausenden Fans über die Bühne gehen wird, werden auch viele Mitglieder des offiziellen Fanclubs OGAE Teil der Feiernden sein. Seit 14 Jahren ist der Grazer Marcos Maximilian Tritremmel Präsident des Fanclubs. Bereits mehr als eine Woche vor dem Start des ESC ist er nach Wien gereist, denn der Fanclub hat inzwischen fast überall seine Finger im Spiel, ob bei Empfängen, dem Fanhaus oder den ESC-Donau-Schifffahrten. Das Heimspektakel ist dabei ein besonderes Ereignis, auch wenn bei Tritremmel noch ein wenig Wehmut mitschwingt, dass Graz sich gegen eine Bewerbung entschieden hat: "Einmal bei einem Songcontest zu Hause schlafen zu können, wäre geil gewesen."

OGAE-Präsident Marcos Maximilian Tritremmel gemeinsam mit dem österreichischen ESC-Starter Cosmo.  | Foto: Tritremmel
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Auf zwei Dinge freut er sich dabei schon besonders, erstens: "Dass Vicky Leandros das Semifinale eröffnet – nachdem sie 1967 in der Hofburg gesungen und dann 1972 auch gewonnen hat – das finde ich großartig." Zweiter Programmhöhepunkt soll Cosmós Auftritt werden, Tritremmel: "Wenn er mit Startnummer 25 auf die Bühne kommt, dann wird die Halle beben." 

Tritremmel geht davon aus, dass die Stadthalle am Samstag beben wird.  | Foto: eurovision.tv
  • Tritremmel geht davon aus, dass die Stadthalle am Samstag beben wird.
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Aus Hartberger Garage in die Welt 

Die Anfänge des ESC-Fanclubs waren sehr beschaulich. Er wurde vor 31 Jahren von fünf Personen in einer Garage in Hartberg gegründet. Aktuell zählt man über 900 Mitglieder, wie Tritremmel erklärt: "Conchita hat damals schon einen richtigen Boom gebracht, auch heuer sind die Mitgliederzahlen wieder gestiegen." Vor allem mit Hoffnung auf die begehrten Tickets kamen viele zum Fanclub. Diese Hoffnung erwies sich als berechtigt. Der Fanclub pflegt seit Jahren sehr gute Beziehungen zum Veranstalter, ist Teil des Verbunds internationaler Fanclubs und hat dementsprechend auch Zugang zu Tickets. "Wir haben allen Mitgliedern, die Tickets haben wollten, zumindest für eine Show Tickets organisieren können", so Tritremmel. 

"Wer den ESC Ernst nimmt, ist sowieso am falschen Dampfer. Man darf nicht hingehen und perfekte Musik erwarten, der Songcontest ist schon längst ein Showcontest."
Marcos Maximilian Tritremmel, Präsident des österreichischen Songcontest Fanclubs

Songcontest als Showcontest

Den Präsidenten selbst verbindet eine lange Geschichte mit dem ESC. Seit jungen Jahren verfolgte er das Event jährlich: "1991 gab es einen Punktegleichstand zwischen Frankreich und Schweden. Ich war damals noch ein kleiner Junge, aber als Schweden dann gewonnen hat, da war es um mich geschehen." Seitdem hat sich die Veranstaltung stark verändert: "Der Songcontest ist schon längst ein Showcontest." Im Kern sei die Veranstaltung sich selbst aber treu geblieben: "Wenn man in der Halle steht, beginnt zwei Minuten vor der Eurovisionshymne ein Fahnenmeer. Da gibt es einen friedlichen Zusammenhalt, einen Einheitsgedanken, den es sonst nirgends gibt."

Tritremmel geht davon aus, dass die Stadthalle am Samstag beben wird.  | Foto: eurovision.tv
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Finnland als Favorit

Tritremmel ist nicht nur beim österreichischen Vorentscheid stimmberechtigt, gemeinsam mit den Fanclubmitgliedern hat man im Vorfeld alle ESC-Beiträge gemeinsam geschaut und auch fachmännisch bewertet. "Es wird kaum ein Weg an Finnland vorbeiführen. Das ist eine Nummer, die sowohl Jury als auch Publikum gefallen wird", so der Experte. Für Griechenland, Schweden und Dänemark sieht er ebenfalls gute Chancen. Als Außenseitertipp bringt er Italien ins Spiel: "Die Nummer könnte aus den 80ern sein, die ist so frech aus der Zeit, dass das funktionieren könnte." Die Halbfinals finden am Dienstag und am Donnerstag statt, das große Finale dann am Samstag.

Österreichs größter ESC-Fanclub freut sich auf das Finale in Wien.  | Foto: Tritremmel
OGAE-Präsident Marcos Maximilian Tritremmel gemeinsam mit dem österreichischen ESC-Starter Cosmo.  | Foto: Tritremmel
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Von 12. bis 16. Mai geht der 70. Eurovision Song Contest in Wien über die Bühne. | Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
Tritremmel geht davon aus, dass die Stadthalle am Samstag beben wird.  | Foto: eurovision.tv
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