Gefragte Frau
Birgit Großauer ist neue Pflegedirektorin des LKH Graz II

In ihrer neuen Funktion zeichnet Birgit Großauer verantwortlich für den Pflegebereich für die Niederlassungen des LKH Graz II. | Foto: LKH Graz II
3Bilder
  • In ihrer neuen Funktion zeichnet Birgit Großauer verantwortlich für den Pflegebereich für die Niederlassungen des LKH Graz II.
  • Foto: LKH Graz II
  • hochgeladen von Christoph Lamprecht

Ihre Aufgaben sind alles andere als trivial. Als neue Pflegedirektorin des LKH Graz II setzt Birgit Großauer auf Kommunikation, um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.

GRAZ. Den Beruf hat sie von der Pike auf gelernt. Nun wurde Birgit Großauer nach fast drei Jahrzehnten im Gesundheits- und Pflegebereich offiziell als Pflegedirektorin für das LKH Graz II mit den Standorten Süd, West, Enzenbach und dem Facharztzentrum Hörgas präsentiert. Mit MeinBezirk.at hat sie über ihre neue Aufgabe und die Bedeutung des gesellschaftlichen Wandels gesprochen.

  • Zuerst einmal Glückwunsch zu Ihrer neuen Position. Wie groß ist die Freude, wie groß der Respekt vor der Herausforderung?

Es ist eine große Freude für mich. Man bereitet sich ja auf so ein Auswahlverfahren vor. Und ja, da ist man natürlich auch stolz, wenn man das geschafft hat. Aber die Herausforderungen sind mir durchaus bewusst.

  • Sie sind bereits seit 27 Jahren im Pflegebereich tätig. Was hat sich seit Ihrem Einstieg am meisten verändert?

Was man nicht übersehen darf: Es hat sich einiges verbessert. Im Moment ist ja der Blick in der Berichterstattung klar auf das Negative gerichtet – so nach dem Tenor, dass das Gesundheitssystem am Ende ist. Aber allein organisatorisch ist es um vieles leichter, als es bei meinem Einstieg war. Den Standard mit bis zu acht Patienten in einem Saal kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Jetzt sind die Bereiche deutlich überschaubarer und wir haben weit mehr Berufsgruppen, die in der Pflege tätig sind, als damals.

Betriebsdirektor Bernhard Haas, KAGes-Vorstand Ulf Drabek, Pflegedirektorin Birgit Großauer, KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark und ärztlicher Direktor Michael Lehhofer | Foto: LKH Graz II
  • Betriebsdirektor Bernhard Haas, KAGes-Vorstand Ulf Drabek, Pflegedirektorin Birgit Großauer, KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark und ärztlicher Direktor Michael Lehhofer
  • Foto: LKH Graz II
  • hochgeladen von Christoph Lamprecht
  • Zum Beispiel?

Als neuen Gesundheitsberuf gibt es diplomierte Pflegefachassistentinnen und Unterstützungskräfte, zum Beispiel die Stationssekretärin oder den Patientenservice, die nicht pflegerische Tätigkeiten übernehmen und damit einiges erleichtern.

  • Aber auch die Voraussetzungen haben sich geändert.

Ja, die große Herausforderung ist die demografische Entwicklung und dass für viele Menschen kaum Alternativen zum Krankenhaus bestehen. Dadurch dass es heute verhältnismäßig mehr sehr alte Menschen gibt, ist auch der Pflege- und Unterstützungsaufwand größer. Dazu kommt, dass sich das Familiengefüge in unserer Gesellschaft verändert hat. Die Großfamilien gibt es vielfach nicht mehr, wo Oma und Opa früher noch zu Hause versorgt wurden. Und wir haben – wie auch in vielen anderen Berufen – das Thema, dass es einfach zu wenig Nachwuchs gibt.

  • Wie gehen Sie mit den umfangreichen Problemstellungen um? Alleine kann man auch nicht das gesamte System von heute auf morgen umwürfeln.

Zuallererst ist es mir wichtig, ehrlich und transparent gegenüber den Mitarbeitern zu sein. Dass man Probleme anspricht und erklärt, warum welche Maßnahmen gesetzt werden, oder die Mitarbeiter selbst fragt, was sie als sinnvoll erachten und wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Den Personalnotstand gibt es nun einmal, aber eben nicht in allen Bereichen. Bei Bedarf können wir durchaus standortübergreifend für Ausgleich sorgen. Dennoch suchen wir stetig nach Personal, damit es im Idealfall gar nicht erst dazu kommen muss.

  • Und welche Botschaft möchten Sie diesbezüglich nach außen tragen?

Dass der Pflegeberuf sehr viel Schönes mit sich bringt. Es kommt extrem viel Dankbarkeit zurück. Um das zu zeigen, werden wir vermehrt auf junge Menschen zugehen und sie einladen, bei uns reinzuschnuppern. Denn die, die schon einmal ein Praktikum in dem Bereich absolviert haben, sind meist sehr beeindruckt davon.

Überzeugte bei Bewerbungsverfahren die KAGes-Vorstände mit ihrer Erfahrung: Birgit Großauer. | Foto: Foto Furgler
  • Überzeugte bei Bewerbungsverfahren die KAGes-Vorstände mit ihrer Erfahrung: Birgit Großauer.
  • Foto: Foto Furgler
  • hochgeladen von Christoph Lamprecht

Steckbrief: Birgit Großauer

Birgit Großauer wurde 1976 in Graz geboren. Heute lebt sie im Bezirk Waltendorf. 1996 schloss sie ihr Studium ab und begann ihre Karriere am Universitätsklinikum Graz. Ab 2002 arbeitete Großauer im damaligen LKH West auf einer internistischen Station als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und war dort auch in der Funktion als Vertretung der Stationsleitung tätig.

Später absolvierte sie die Ausbildung zum mittleren Management und übernahm eine Station in leitender Position, ehe sie den Universitätslehrgang für das obere Pflegemanagement besuchte und die Pflegeleitung an den Standorten West, Hörgas und Enzenbach übernahm und als Vertretung der Pflegedirektorin tätig war. Vergangene Woche wurde Birgit Großauers neue Aufgabe als Pflegedirektorin für des LKH Graz II vom KAGes-Vorstand bekannt gegeben.

Mehr aus unserer Serie "Die gefragte Frau":

Camilla Neumann: Die Forscherin unterm Basketballkorb

Barbara Stelzl-Marx über Geschichte und Gegenwart
In ihrer neuen Funktion zeichnet Birgit Großauer verantwortlich für den Pflegebereich für die Niederlassungen des LKH Graz II. | Foto: LKH Graz II
Betriebsdirektor Bernhard Haas, KAGes-Vorstand Ulf Drabek, Pflegedirektorin Birgit Großauer, KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark und ärztlicher Direktor Michael Lehhofer | Foto: LKH Graz II
Überzeugte bei Bewerbungsverfahren die KAGes-Vorstände mit ihrer Erfahrung: Birgit Großauer. | Foto: Foto Furgler
0:46
0:46

Jetzt teilnehmen!
Regionale Kundenbindung stärken und Wettbewerbsvorteil gewinnen

Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden. Dabei wird oft übersehen, wie viel Potenzial bereits in der bestehenden Stammkundschaft steckt. Wer regelmäßig gekauft hat, kommt meist auch gerne wieder. Vorausgesetzt, der Kontakt bleibt bestehen. STEIERMARK. Genau hier setzt die MeinBezirk App an. Sie unterstützt regionale Betriebe dabei, mit ihrer Kundschaft in Verbindung zu bleiben und gleichzeitig neue Interessierte aus der Umgebung zu erreichen....

Anzeige
1:52
1:52

Grazer Schönheitstipps
Die Parfümerie Dr. Ebner sorgt für Wohlbefinden und Lebensfreude

Ausgewählte Schönheitsbehandlungen und Kosmetikprodukte, die für Wohlbefinden und Glücksgefühle sorgen, warten bei der Parfümerie Dr. Ebner in der Grazer Kaiserfeldgasse. GRAZ. Schönheit bedeutet Lebensfreude: Dafür steht die Parfümerie Dr. Ebner in der Kaiserfeldgasse 20 in Graz. Unter Leitung von Ilona und Michael Eitel wird Kundinnen und Kunden hier ein umfangreiches Angebot an Schönheitsbehandlungen aber auch ausgewählten Kosmetikprodukten geboten – und zwar schon seit mehreren...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.