Virtuelles Volksbegräbnis
Altbischof Johann Weber im Grazer Dom zur letzten Ruhe geleitet

Die letzte Ehre: Altbischof Johann Weber wurde heute unter großer Anteilnahme im Grazer Dom verabschiedet (im Hintergrund Bischof Wilhelm Krautwaschl (l.) und Generalvikar Leopold Städtler). Der Dom war - aufgrund der Corona-Situation – leider nicht so gefüllt wie es sich Weber zu Lebzeiten gewünscht hätte.
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  • Die letzte Ehre: Altbischof Johann Weber wurde heute unter großer Anteilnahme im Grazer Dom verabschiedet (im Hintergrund Bischof Wilhelm Krautwaschl (l.) und Generalvikar Leopold Städtler). Der Dom war - aufgrund der Corona-Situation – leider nicht so gefüllt wie es sich Weber zu Lebzeiten gewünscht hätte.
  • Foto: Gerd Neuhold
  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Er war ein Leben lang den Menschen in der Steiermark nahe, das hat sich Altbischof Johann Weber auch für sein Begräbnis gewünscht. Corona ist schuld daran, dass ihm dieser Wunsch nicht zur Gänze erfüllt werden konnte. Allerdings: Hunderte Menschen haben am Dienstag die Chance genützt, sich im Dom, wo Weber aufgebahrt wurde, persönlich zu verabschieden.

Kardinal Schönborn, Erzbischof Lackner und Bischof Krautwaschl gestalten Requiem

Viele tausende Steirerinnen und Steirer waren zumindest über den ORF "virtuell" dabei, als im Grazer Dom das Requiem für Johann Weber zelebriert wurde. In die Kirche selbst durften nur rund 270 Menschen – das Requiem wurde vom Salzburger Erzbischof Franz Lackner und dem steirischen Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl gefeiert.
Auf seinem letzten Weg begleiteten den steirischen "Bischof der Herzen" auch die Bischöfe Hermann Glettler (Innsbruck), Manfred Scheuer (Linz), Josef Marketz (Gurk-Klagenfurt), Franz Scharl (Weihbischof Erzdiözese Wien), Maximilian Aicher (em. Bischof Linz), Alois Kothgasser (em. Bischof Salzburg), Klaus Küng (ehemaliger Bischof von St. Pölten) sowie der Generalsekretär der österreichischen Bischofskonferenz Peter Schipka.
Kardinal Christoph Schönborn, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Superintendent Wolfgang Rehner (für die evangelische Kirche), Schwester Sonja Dolesch (für die steirischen Ordensgemeinschaften) und Andrea Ederer (für den Diözesanrat und die Katholische Aktion) hielten berührende Abschiedsreden. Egon Kapellari, der als 57. Bischof der Diözese Graz-Seckau Nachfolger von Weber war sowie Prälat Leopold Städtler begleiteten die Feier.
Neben den Familienangehörigen trauerten weitere Bischöfe, Priester und Diakone, Vertreter der Politik und Interessensvertretungen – unter anderem Landtagspräsidentin Manuela Khom, LH-Vize Anton Lang, die steirische Ministerin Leonore Gewessler, die ehemalige Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, dessen Vorgänger Alfred Stingl, Polizeidirektor Gerald Ortner, Caritas-Direktor Herbert Beiglböck, der ehemalige Caritas-Präsident Franz Küberl und ÖWG-Chef Christian Krainer.

"Ein väterlicher Ratgeber"

In den Abschiedsreden wurde einmal mehr der Menschenfreund Weber hervorgehoben: "Er war den Menschen zugewandt, selbst noch am Sterbebett hat er unser Land gesegnet", so Bischof Wilhelm Krautwaschl. Sowohl Weihbischof Franz Lackner – "Wir verabschieden uns von einem großen Hirten" – als auch Superintendent Wolfgang Rehner würdigten den Altbischof in seiner Rolle innerhalb der Kirchengemeinschaft: "Er wird uns als Wegbereiter und Wegbegleiter der Ökumene in Erinnerung bleiben." Kardinal Christoph Schönborn verabschiedete sich mit Dankesworten: "Er hat mein Bild des Bischofs entscheidend geprägt, dafür danke ich ihm. Dieses Vorbild dürfen Bischöfe nicht aus den Augen verlieren." Für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer "und ganze Generationen dieses Landes war Johann Weber ein väterlicher Ratgeber und Hirte."
Für die Musik mit dem Schwerpunkt auf dem Requiem von Anton Faist sorgte Domkapellmeister Josef Döller mit dem Grazer Domchor, unterstützt von einem Bläserquintett und Domorganist Christian Iwan. Zusätzlich musizierte die Polizeimusik Steiermark. Johann Weber wurde in der Bischofsgruft beigesetzt.

Die letzten Worte seien Johann Weber vorbehalten, jene Worte mit denen er sich bei der Amtsübergabe von den Steirerinnen und Steirern verabschiedet hat: „Auf Wiedersehen, behüt euch Gott.


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