Auf einer Wellenlänge: TU Graz revolutioniert Vernetzung von Gegenständen

Für ihre Arbeit rund um X-Burst erregten Rainer Hofmann (l.) und seine Kollegen von der TU bereits international Aufsehen.
  • Für ihre Arbeit rund um X-Burst erregten Rainer Hofmann (l.) und seine Kollegen von der TU bereits international Aufsehen.
  • Foto: Lunghammer – TU Graz
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Auch, wenn die Welt derzeit physisch ein wenig auseinanderrücken muss, nimmt die Vernetzung immer weiter zu. Das Zauberwort dahinter heißt Internet of Things, werden doch etwa Haushaltsgeräte, die sich aus der Ferne bedienen lassen oder intelligente Uhren, die die eigene körperliche Aktivität überwachen, immer beliebter. Die Geräte untereinander sind meist allerdings noch nicht wirklich kompatibel, da sie verschiedene Funktechnologien (Wifi, Bluetooth etc.) nutzen und sich aufgrund derselben verwendeten Funkfrequenz gegenseitig stören. Diese Probleme sollen künftig aber der Vergangenheit angehören. Einen wichtigen Baustein liefern dazu Forschende vom Institut für Technische Informatik der TU Graz. 

Gleiche Funkfrequenz

Sie haben nämlich ein System entwickelt, das den direkten Informationsaustausch zwischen handelsüblichen Geräten ermöglicht, die zwar unterschiedliche Funktechnologien, aber die gleichen Funkfrequenzen nutzen. Firmen können das generische Framework namens X-Burst somit künftig in ihre Internet of Things-Produkte integrieren. In ihrer Arbeit konzentrierten sich Rainer Hofmann, Hannah Brunner und Carlo Alberto Boano vor allem auf den Datenaustausch im lizenzfreien 2,4-Gigahertz-Band, da dieser Frequenzbereich von vielen Funkstandards benutzt wird. 

Einsatzgebiet: Smart Home

"Mit dieser Erfindung ist es nun beispielsweise möglich, dass Systemuhren der verschiedenen Geräte synchronisiert werden können. Dadurch können diese zeitgleich bestimmte Aktionen ausführen. Außerdem bildet X-Burst den Grundstein für eine intelligente Nutzung der Funkfrequenzen, indem alle Geräte ihre verwendeten Frequenzen untereinander kommunizieren und dementsprechend anpassen können", erklärten Hofmann und Brunner. Mit X-Burst können somit technologieübergreifende Störungen minimiert werden, außerdem soll die Zuverlässigkeit der Geräte ebenso wie deren Energieverbrauch verbessert werden. Die Gruppe, die von der TU Darmstadt unterstützt wird und im Rahmen des COMET-Zentrus Pro2Future und des EU-Projekts SCOTT forscht arbeitet derzeit auch an einem neuen Prototypen, um die Vorteile von X-Burst in einem Smart-Home-Szenario aufzeigen zu können.

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