Der Grazer Hans Dietmaier meint: "Bürger und ihre Pläne für die Stadt gehören mehr gehört!"

Hat viele Ideen für Graz: Hans Dietmaier. EIne davon wäre, die Straßenbahn in der Conrad-von-Hätzendorfstr. unterirdisch zu verlegen.
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  • Foto: Konstantinov
  • hochgeladen von Verena Schaupp

"Man sollte mit offenen Augen durch die Stadt gehen", sagt Hans Dietmaier in Bezug auf die Verkehrssituation der Stadt. Der Grazer betreibt eine Consultingfirma in Graz und war Projektmanager bei großen Betrieben. Er hätte viele Ideen zur städtischen Verkehrsplaung, fühlt sich jedoch nicht gehört.

Ideen vorschlagen

"Ich habe Frau Verkehrsstadträtin Kahr schon einmal vorgeschlagen, dass ich für sie einen Tag lang mit Auto, Rad und Öffis Strecken in der Stadt teste, um so einen Vergleich anzustellen, mit welchem Verkehrsmittel man auf welcher Route schneller ist und wo es Nachbesserungen braucht", sagt Dietmaier. Dieser Vorschlag sei jedoch nicht auf Akzeptanz gestoßen. "Ich würde einfach gerne jemandem Verantwortlichen zeigen, welche Ideen ich für die Verkehrsplanung habe. Ob diese Ideen gut sind oder nicht, darüber kann man dann ja diskutieren."

Unterirdische Trasse bei Stadion

Eine Idee von Dietmaier wäre etwa, den Stadionbereich in Liebenau zu entschärfen. "Man könnte, wie bereits einmal angedacht, auf der Höhe Conrad-von-Hötzendorfstraße die Straßenbahn unterirdisch verlegen. Dort ist kein starkes Gefälle, das wäre möglich. Damit würde es besonders an Spieltagen zu einer Entlastung des Verkehrs kommen."
Auch ein bisschen weiter Richtung Murpark sieht er Änderungsbedarf. "Dort, wo der 4er bei der Pachleitner Gruppe vorbeifährt, könnte man auf einen Schienenstrang reduzieren." Derzeit verlaufen dort zwei Gleise, eines in jede Fahrtrichtung. "So kommt es zu zwei Kreuzungspunkten mit dem normalen Verkehr. Die Zehn-Minuten-Taktung der Bim in dem Bereich würde aber auch ein Gleis mit einer Weiche am Ende zulassen."

Hauptbahnhof: Zugang fehlt

Auch die Unterführung am Hauptbahnhof kritisiert Dietmaier. "Die Tram-Unterführung hat keinen direkten Zugang zum Bahnhof, auch nicht zur Tiefgarage oder zur Annenpassage – die dadurch erst recht ausstirbt." Die Antwort der Politik, dass alles fertig gebaut wäre und nicht mehr abzuändern sei, ärgert Dietmaier. "Ein Stadtpolitiker kann so viel gestalten und eine Straßenbahn auf Bedürfnisse und Notwendigkeiten hin spezialisieren lassen."
Positiv erwähnt Dietmaier das Projekt Südgürtel: "Die Südspange ist endlich ein Vorreiter in Sachen Verkehrspolitik in Graz. Nur die Anbindungen vor Ort muss man verbessern."
All seine Vorschläge hat er der Stadtpolitik geschrieben, ohne Antwort. "Ich fühle mich als aktiver Bürger, der gerne mitgestalten möchte, ungehört. Das macht mich nicht mehr wütend, sondern traurig."

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