Graz Inside
Dieser Grazer Bank liegt die Arbeit im Blut

Innerhalb von 24 Stunden wird die Blutspende verarbeitet. Hier im Bild: Tanja Fuchs
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  • Innerhalb von 24 Stunden wird die Blutspende verarbeitet. Hier im Bild: Tanja Fuchs
  • Foto: Jorj Konstantinov
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22.500 Liter Blut aus und für die ganze Steiermark werden in der Grazer Blutbank jährlich verarbeitet.

Damit eine Blutspende einem Patienten auch zugeführt werden kann, wird sie in der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, kurz Blutbank, aufbereitet, verarbeitet und gelagert. "Das Rote Kreuz liefert jeden Abend die rund 200 bis 250 Blutkonserven aus der ganzen Steiermark an. Wir lagern diese über Nacht zwischen und verarbeiten sie am nächsten Tag", erklärt der Leiter Peter Schlenke und ergänzt: "Da ein Patient nur jenen Blutbestandteil erhält, den er auch wirklich benötigt, wird die sogenannte Vollblutspende zentrifugiert. Dadurch wird das Blutplasma von den Erythrozyten, also den Roten Blutkörperchen, getrennt. Letztere werden mit einer Nährlösung stabilisiert, dadurch sind sie bei vier Grad 42 Tage haltbar." Das Blutplasma hingegen wird eingefroren und ist bis zu vier Jahre haltbar.

Seit fünf Jahren leitet Peter Schlenke die Blutbank.
  • Seit fünf Jahren leitet Peter Schlenke die Blutbank.
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Hohe Sicherheit

Parallel zur Weiterverarbeitung wird das Blut im Labor auf Viren, hauptsächlich Hepatitis und HIV, getestet. "Wir arbeiten hier hochsensibilisiert und führen doppelte Tests durch. Nach der High-End-Prüfung gibt es dann auch eine ärztliche Gegenprüfung, bevor die Spende freigegeben wird", sagt Schlenke und betont: "Das Risiko, sich bei einer Bluttransfusion zu infizieren, geht gegen Null. Wir sprechen hier von einer Person unter fünf Millionen."

In diesem Labor überprüft Angelika Spari, ob die Probe virusfrei ist.
  • In diesem Labor überprüft Angelika Spari, ob die Probe virusfrei ist.
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Sorge um Spenderaufkommen

Vielmehr sei man besorgt, ob die Blutspende-Leistung der Steirer auch in Zukunft den Bedarf sichert, so Schlenke und erklärt: "Das Blut ist schon knapp. Derzeit verlassen sich rund 96 Prozent der Bevölkerung darauf, dass die anderen vier Prozent Blut spenden." Zu zwei Dritteln werden Bluttransfusionen bei Unfall-Patienten oder im Rahmen einer Operation verabreicht, das andere Drittel erhalten beispielsweise Patienten mit Krebs oder Blutarmut. Derzeit kaufe man unter fünf Prozent zu und sei im guten Austausch mit den anderen Bundesländern.

In die großen Zentrifugen setzt Tanja Fuchs die Vollblutspenden ein, damit diese in die einzelnen Komponenten zerlegt werden.
  • In die großen Zentrifugen setzt Tanja Fuchs die Vollblutspenden ein, damit diese in die einzelnen Komponenten zerlegt werden.
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Sorgen, dass das gespendete Blut nicht verwendet wird, seien unbegründet. Schlenke appelliert: "Jeder zwischen 18 und 68 Jahren, der gesund ist, kann spenden. Dabei geht es darum, langfristige und regelmäßig zu spenden, beispielsweise zwei Mal im Jahr, dafür über mehrere Jahre." Die "normalen" Blutspenden werden vom Roten Kreuz durchgeführt, in der Blutbank ist eine maschinelle Thrombozytenspende möglich.

Aktuelle Blutspende-Termine vom Roten Kreuz finden Sie hier.

Autor:

Anna-Maria Riemer aus Graz

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