Bauarbeiten in Andritz
Gehsteigsanierung und Haltestellenverlegung
- Die Bushaltestelle neben der Trafik in der Andritzer Reichsstraße soll verlegt werden. Der Gehweg soll saniert und verbreitert werden.
- Foto: MeinBezirk.at
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Im Zuge einer geplanten Verlegung der Bushaltestelle Maschinenfabrik kommt es in der Andritzer Reichsstraße zu Streitigkeiten. Während der Gehsteig barrierefreier gemacht werden soll, bangen Gewerbetreibende um Parkflächen und Ladezonen.
GRAZ/ANDRITZ. Im Bereich der Andritzer Reichsstraße 51 bis 61 ist ein Bauprojekt geplant. Zwischen Ampelkreuzung und der Engstelle auf Höhe der Hausnummer 57 soll der Gehsteig von 1,1 Meter auf 1,5 Meter, weiter in Richtung Süden auf 2 Meter verbreitert werden. Bei der Andritzer Reichsstraße 51 ist eine Grünfläche mit Baum geplant. Seitens der Holding Stadtraum zieht sich das Vorhaben bis zur Rohrbachergasse.
Auslöser für das Projekt, die Verkehrssituation in der Andritzer Reichsstraße anzupassen, sei der schlechte Zustand des Gehwegs, heißt es von der Stadt Graz und den Graz Linien. Um Weg und Bushaltestelle in dem Bereich barrierefreier zu machen, soll also saniert und die Haltestelle Maschinenfabrik Andritz verlegt werden.
Gründe für Haltestellenverlegung
Aus Sicht der der Graz Linien seien aktuelle Position und Zustand der Bushaltestelle "eher unzufriedenstellend". Der Gehsteig habe "keine nennenswerte Gehsteigkante" , was eine schwerer zu überwindende Einstiegshöhe für Fahrgäste bedeutet. Weiters sei das Anfahren der Haltestellenbucht ist nicht optimal, weil das Busheck in die Fahrbahn rage und die Busse beim Ausfahren sehr weit ausholen müssten, um den engen Kurvenradius danach zu schaffen, wie es in einer Stellungnahme heißt. Die Leitung für Linien- und Verkehrsentwicklung der Graz Holding beschreibt wiederkehrende Nutzungskonflikte der Haltestellenbucht, weil Kundinnen und Kunden der benachbarten Trafik ihr Auto hier abstellen würden.
Man habe verschiedene Varianten von einem Planer durchzeichnen lassen, wie eine neue Haltestelle aussehen könne. Was nicht infrage kam: Eine richtlinienkonforme Bucht zwischen den beiden Geschäften hätte Zufahrt zu sowie die Parkverbotszone vor den Geschäften fast gänzlich blockiert. Eine andere Option, die Haltestelle ohne Bucht auf der Fahrbahn zu installieren, hätte den Verkehr unmittelbar hinter der Kreuzung zu sehr blockiert, heißt es. Auch eine Verbreiterung der gegenüberliegenden Fahrbahn habe man geprüft, da dies auch die Kurvensituation für abfahrende Busse verbessert hätte. Allerdings liegt dieser Bereich teilweise auf Privatgrund mit rund 100 Eigentümerinnen und Eigentümern.
Die Alternativlösung: eine neue Bushaltestellenposition an der westlichen Kreuzungszufahrt. Das habe auch den Vorteil, entsprechenden Gestaltungsspielraum für die Flächen an der alten Position zu gewinnen.
- Die Kreuzung Andritzer Reichsstraße/ Stattegger Straße soll im Zuge der Gehwegsanierung und Haltestellenverlegung verändert werden.
- Foto: MeinBezirk.at
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Obwohl die Stadt vorab sowohl mit der Bezirksvorsteherin, gehbeeinträchtigten Anrainerinnen und Anrainern und den Gewerbetreibenden vor Ort im Gespräch war, gibt es nun Diskussionen. Formal gesehen handelt es sich bei den derzeitigen Parkverbotszonen jedoch gar nicht um eine offizielle Ladezone. Doch gerade bei Wirtschaftstreibenden, die um Park- und Haltemöglichkeiten in der Nähe ihrer Geschäfts bangen, zeigt sich Unmut und Unverständnis. Als Vertreter der Wirtschaftskammer plädiert nun auch Viktor Larissegger für eine Überarbeitung der Pläne und die Rücksichtnahme auf ansässige Unternehmen.
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