Verkehrsumfrage
Reininghaus - Nachhaltiger Stadtteil schreit nach mehr Parkplätzen
- Obwohl das Mobilitätsverhalten in Reininghaus ungefähr so ist, wie es die Stadt Graz für 2040 gerne hätte – 80 Prozent der Wege werden mit Fahrrad, zu Fuß oder Öffis zurückgelegt – waren für Bewohnerinnen und Bewohner fehlende Parkplätze der größte Punkt.
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Eine Verkehrsumfrage in Reininghaus zeigt: Nur knapp 20 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner nutzen täglich ein Auto, der Rest ist mit dem Fahrrad, zu Fuß oder den Öffis unterwegs. Und trotzdem wünscht man sich vor allem eines: mehr Parkplätze.
GRAZ. Rund 5.000 Personen leben oder arbeiten aktuell in Reininghaus. Im Frühjahr wurde eine Verkehrsumfrage in die Wege geleitet, rund 30 Personen kamen am Donnerstagabend zur Präsentation der Ergebnisse in die Tennenmälzerei.
- Rund 30 Personen nahmen an der Präsentation teil.
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Das Ergebnis ist spannend: Reininghaus wurde bewusst als "autoarmer" Stadtteil gebaut, das bedeutet wenig Parkplätze, dafür mehr Radwege und Öffi-Haltestellen. In gewisser Weise dürfte das auch funktionieren. Laut der Verkehrsumfrage, an der 552 Personen teilgenommen haben, bewegen sich die Reininghäuslerinnen und Reininghäusler beinahe so fort, wie es die Stadt in ihrem "Mobilitätsplan 2040" für das gesamte Stadtgebiet gerne hätte: Weniger als 30 Prozent der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt, der Rest mit Fahrrad, zu Fuß oder mit den Öffis. Rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner besitzen sogar eine Jahreskarte oder verwenden Zeitkarten für den öffentlichen Verkehr.
Besucherparkplätze als Problempunkt
Und trotzdem: Der größte Problempunkt in der Umfrage war das Thema Parkplätze, speziell Besucherparkplätze sowie Stellplätze für Kundinnen und Kunden. Auf die Frage, wo nachgebessert werden muss, wurde keine andere Antwort auch nur annähernd so oft genannt. Warum das, trotz vieler umweltfreundlicher Wege, so ein großes Thema ist, zeigt sich mit Blick auf die Anzahl der Fahrzeuge. 65 Prozent der Personen in Reininghaus haben ein Auto, nur 56 Prozent aber auch einen Parkplatz. Das heißt: Obwohl viele ihr Auto selten nutzen, besitzen sie trotzdem eines.
Besonders bei Besucherparkplätzen wird es eng, immer wieder gibt es Beschwerden über "Dauerparker" im Besucherbereich, zudem sind die Besucherparkplätze für nicht ortskundige Personen – wie es bei Besucherinnen und Besuchern oft der Fall ist – schwer zu finden.
- Vor allem Besucher- und Kundenparkplätze fehlen laut der Umfrage. Die Eigentümer wollen vorhandene Stellplätze besser kennzeichnen, weitere Parkplätze sind nicht geplant.
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Klares "Nein" zu neuen Parkplätzen
Im Zuge der Diskussion, die der Präsentation der Ergebnisse folgte, zeigte sich ein ähnliches Bild. Auf die Frage, ob nun im Parkplatzbereich nachgebessert werde, kam ein klares: "Nein". Seitens des "Förderverein Stadtteil Graz Reininghaus", dem Zusammenschluss der Bauträger, betonte man stattdessen, die bestehenden Parkplätze besser kennzeichnen zu wollen. Ideal wäre dafür ein Parkleitsystem, das es so schnell wohl nicht geben wird – bräuchte es hier eine Übereinkunft mit der Stadt Graz. Stattdessen wolle man den Weg zu den vorhandenen Parkplätzen über die Website besser kommunizieren, auch eine neue Beschilderung sei Thema, wie Birgit Leinich, Geschäftsführerin des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), vor Ort ausführte.
Zudem appellierte man daran, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner untereinander besser vernetzen, um sich Parkplätze zu teilen. "Nicht jeder Parkplatz ist rund um die Uhr besetzt."
Wunsch nach Apotheke und Post
Abseits der Parkplatzdiskussion wurde vor allem der Wunsch nach mehr Infrastruktur geäußert. Apotheke, Post, Trafik und mehr Gastro wurden gewünscht. Abgesehen davon zeigten sich die Bewohnerinnen und Bewohner in Reininghaus in der Umfrage recht zufrieden.
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