MedAT startet
Über 2.800 Bewerber kämpfen in Graz um einen Medizin-Studienplatz
- Großer Andrang, große Aufregung: In der Messe Graz findet am Freitag der Aufnahmetest der Med Uni Graz statt. (Bild: der MEdAT im Vorjahr)
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Über 2.800 Studieninteressierte kämpfen am Freitag in Graz um einen der begehrten Medizin-Studienplätze. Der Andrang ist größer als im Vorjahr, die Zahl der verfügbaren Plätze bleibt hingegen begrenzt. Entsprechend hoch ist der Druck beim MedAT, der für viele über den Start ins Medizinstudium entscheidet.
STEIERMARK/GRAZ. Es ist vergleichsweise ruhig für die große Anzahl an jungen Menschen, die sich am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr vor der Stadthalle Graz befindet. So überraschend dann aber doch wieder nicht, findet doch ab 9 Uhr der große Aufnahmetest der Medizinischen Universität Graz statt. Ein Tag, der über die akademische, aber vor allem die berufliche Zukunft entscheidet. Insgesamt 2.824 Personen haben sich für die Teilnahme am Aufnahmetest angemeldet – darunter 2.564 für Humanmedizin, 260 für Zahnmedizin.
- Am Vorplatz der Messe Graz tummeln sich um 7.30 Uhr bereits zahlreiche Männer und Frauen, die sich für den Med Uni Aufnahmetest angemeldet haben.
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2.824 Bewerber, jedoch nur 406 Studienplätze
Apropos: Für das Diplomstudium Humanmedizin werden im Studienjahr 2026/27 insgesamt 382 Studienplätze vergeben. Bei über 2.560 Bewerberinnen und Bewerbern bedeutet das, dass nur etwa jede siebte Person einen Platz bekommt. Beim Studium der Zahnmedizin stehen sogar nur 24 Studienplätze für Erstsemestrige zur Verfügung, womit somit etwa zehn Studieninteressierte auf einen Platz kommen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Interesse am Medizinstudium im heurigen Jahr noch einmal größer geworden ist. Rund 200 Anmeldungen mehr sind es im Vergleich zu 2025. Was die Verteilung zwischen den Geschlechtern betrifft, gibt es hingegen kaum eine Veränderung: Heuer sind es 1.076 Männer (2025: 991) und 1.748 Frauen (2025: 1.626).
- Für das Diplomstudium Humanmedizin werden im Studienjahr 2026/27 insgesamt 382 Studienplätze vergeben. Für Zahnmedizin sind es 24.
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Mindestens 95 Prozent der verfügbaren Plätze sind Bewerberinnen und Bewerbern aus der EU vorbehalten, mindestens 75 Prozent der Studienplätze gehen an Personen mit einem österreichischen Maturazeugnis. An Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger werden maximal fünf Prozent der verfügbaren Plätze vergeben – Voraussetzung, sie erreichen beim Aufnahmeverfahren einen Platz unter den besten 382.
Von Biologie bis sozial-emotionale Kompetenz
Bevor feststeht, wer tatsächlich einen der begehrten Studienplätze erhält, wartet auf die Bewerberinnen und Bewerber am Freitag allerdings noch der mehrstündige Eignungstest. Bei jenem für Humanmedizin werden neben dem naturwissenschaftlichen Basiswissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auch Textverständnis, kognitive Fähigkeiten wie logisches Denken, Gedächtnis und Konzentration sowie sozial-emotionale Kompetenzen überprüft. Der letzte Testteil besteht aus den Aufgabengruppen Emotionen erkennen, Emotionen regulieren und Soziales Entscheiden, die wesentliche Aspekte sozial-emotionaler Kompetenzen erfassen.
- 2.589 Studienwerberinnen und -bewerber bewerben sich am Freitag in Graz um einen der 370 begehrten Medizin-Studienplätze.
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Wer sich für Zahnmedizin bewirbt, absolviert einen weitgehend identischen Test. Anstelle des Textverständnisses und eines Teils der kognitiven Aufgaben werden dabei allerdings die manuellen Fertigkeiten geprüft – etwa beim Drahtbiegen oder dem Spiegeln von Formen. Damit soll festgestellt werden, ob neben fachlichem Wissen auch jene Fähigkeiten vorhanden sind, die für das jeweilige Studium erforderlich sind.
Bekanntgabe der Testergebnisse
Ob es schlussendlich für einen Studienplatz im Herbst gereicht hat, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der 32. Kalenderwoche und somit in der Woche vom 3. bis 10. August.
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