Erfolgreiche Aktion
Land Steiermark setzt auf "weniger Alkohol, mehr vom Leben"

Steiermark als Vorreiter in der Prävention: Bianca Heppner, Petra Wielender, LR Christopher Drexler, Sandra Marczik-Zettinig (v. l.)
  • Steiermark als Vorreiter in der Prävention: Bianca Heppner, Petra Wielender, LR Christopher Drexler, Sandra Marczik-Zettinig (v. l.)
  • Foto: Land Steiermark
  • hochgeladen von Roland Reischl

Man muss der Wahrheit die Ehre geben: Die Österreicher und der Alkohol – das ist schon eine ganz besondere (fatale) Beziehung. Jeder sechste Österreicher konsumiert mehr als ihm gut tut, sprich: Fast 20 Prozent liegen über der "Harmlosigkeitsgrenze". Die Steirer reihen sich im Österreich-Vergleich leider durchaus an der Spitze ein, rund 50.000 gelten als alkoholabhängig, weitere 125.000 zeigen ein zumindest problematisches und damit gesundheitsgefährdendes Konsumverhalten.

Steiermark: Alkoholprävention greift

Fakten, die seit geraumer Zeit auch dem steirischen Gesundheitslandesrat Christopher Drexler zu denken geben. Bereits 2016 hat das Land Steiermark unter dem Motto „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ als erstes Bundesland die Umsetzung eines Aktionsplans zur Alkoholprävention gestartet. Ziel sei es, einen bewussteren Umgang mit Alkohol zu erreichen. „Mit dieser Initiative geht es uns keinesfalls darum, missionarisch zu wirken und Alkohol verbieten zu wollen“, betonen Petra Wielender und Bianca Heppner, im Gesundheitsfonds Steiermark für das Projekt verantwortlich.

Alkoholprävention: Fortführung bis 2022

In sieben Schwerpunkten wird seit damals an Bewusstseinsbildung und Präventionsmaßnahmen gearbeitet. „Von gezielter Informationsarbeit für alle Altersgruppen, über Präventionsmaßnahmen in Betrieben, Schulungen und Aufklärung rund um Gastronomie und Handel, Zusammenarbeit mit Veranstaltern von Festen und Feiern bis hin zur Sicherstellung von Beratungs- und Therapieangeboten reicht das Spektrum der Maßnahmen “, erklärt Sandra Marczik-Zettinig vom Gesundheitsfonds.
Mit Erfolg: Denn nach der erfolgreichen Aufbauarbeit ab 2016 wurde nun eine Verlängerung des Projekts für die kommenden vier Jahre, bis 2022 beschlossen. An Plänen und Vorhaben für diese Zeit mangelt es nicht. So wird man in der Informationsarbeit noch stärker die Zielgruppe der älteren Steirer ansprechen. Die Arbeitswelt (Förderoffensive "Betriebs-Check") wird ebenso Thema sein wie die Vereine: "Bis zu 500 Euro Förderung winken jenen Vereine, die im Rahmen ihrer Feste und Veranstaltungen an Bewusstseinsbildung im Umgang mit Alkohol mitwirken", so das Projektteam.  
Auch das Netzwerk an Kooperationspartnern soll nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Volkskultur-Festival „Aufsteirern“ sowie dem Christkindlmarkt am Grazer Hauptplatz weiter wachsen.
Und auch Christoper Drexler spart nicht mit ehrlichen Worten: „Nachdem wir bei vielen gesellschaftlichen Anlässen und Veranstaltungen präsent sind, werden wir Politiker in der Wahrnehmung gerne mit Alkohol in Verbindung gebracht. Umso wichtiger ist es, keinen Bogen um das Thema zu machen, sondern gezielt an der Bewusstseinsbildung mitzuwirken." Er hält abschließend fest: "Wir wollen nicht jedem, der etwa ein Glas Wein in der Hand hat, ein schlechtes Gewissen einreden, sondern zu mehr Eigenverantwortung anregen."
Mehr Infos: Mehr vom Leben

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