Wie man der Kälte im Winter trotzt

Laufschuhe anziehen und ab nach draußen.
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Die Tage werden kürzer, und die Temperaturen sinken. Dennoch: Schnee und Frost sind kein Grund, um auf Sport zu verzichten, denn körperliche Ertüchtigung im Winter wirkt sich nicht nur positiv auf die Kondition und die Muskelkraft aus, sondern stärkt auch das Immunsystem und steigert das Wohlbefinden.
Die Belastung für die Lunge ist allerdings nicht zu unterschätzen. Wie so oft gilt es, den richtigen Mittelweg zu finden.

Lunge stark beansprucht

"80 Prozent der professionellen Winterausdauersportler, wie zum Beispiel Langläufer, bekommen im Laufe ihrer Karriere Asthma", sagt Peter Schober von der medizinischen Universität Graz und Ehrenpräsident der österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin.
Die extrem hohe Beanspruchung der Lunge, wenn man Ausdauersport bei Minusgraden auf Leistungsniveau betreibt, könne Krämpfe der Bronchien auslösen. Allerdings komme es laut Schober klarerweise auf die Intensität der Beanspruchung an: "Gegen reguläres Joggen oder Mountainbiken spricht auch im Winter absolut nichts. Mit der richtigen Kleidung und dem Anpassen der Intensität an die äußeren Temperaturen ist man auf der sicheren Seite."

Richtige Kleidung entscheidend

Das Gewand für Sport im Winter sollte bewusst gewählt werden. Schober empfiehlt die "Zwiebelmethode", also schichtenweise Kleidung statt wenigen dicken Lagen.
Nur so könne man auf die verschiedenen Intensitätsstufen reagieren. Atmungsaktive Thermo-Funktionswäsche ist zu empfehlen, denn das spezielle Gewebe leitet einerseits den Schweiß ab und speichert andererseits die Körperwärme.

Richtige Atmung entscheidend

Auch Allgemeinmediziner und Facharzt für Innere Medizin Mustafa Omar bestätigt Schober: "Bewegung und auch Ausdauersport bei Kälte schaden dem Körper eines Menschen mit normalem Immunsystem nicht." Wichtig sei die richtige Atmung, denn anders als im Sommer sollte bei Kälte ausschließlich durch die Nase geatmet werden: "Die Schleimhaut der Nase wirkt wie eine Heizung. Die Luft wird bei der Nasenatmung nicht nur befeuchtet und gefiltert, sondern eben auch aufgewärmt", erklärt der Internist.

Verkühlung als Spaßbremse

In der Blütephase der Verkühlungen und Grippe muss man mit dem Sport allerdings vorsichtig sein. "Sport bei erhöhter Temperatur ist ein absolutes No-Go, egal, ob im Sommer oder im Winter", so Schober. Die Anstrengung bei Fieber könne zu einer Entzündung des Herzmuskels führen. Der Experte empfiehlt nach Erkrankungen zumindest eine Woche Pause.

Mit Gerücht aufgeräumt

Viele Sportler schwören bei einer leichten oder sich anbahnenden Verkühlung auf das "Drüber-hinweg-trainieren" – also quasi das Auskurieren durch sportliche Betätigung. Schober klärt auf: "Es gibt keine medizinischen Nachweise dafür, dass diese Theorie stimmt. Ich empfehle stattdessen einfach Ruhe, viel Flüssigkeit und Preiselbeeren – die sind ein altes Hausmittel und voll mit Vitamin C."

Laufschuhe anziehen und ab nach draußen.
Laut Peter Schober spricht nichts gegen Sport im Winter – wenn die richtige Intensität gewählt wird!

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