Bilanz zu Erntedank
35 Prozent der steirischen Bauernhöfe werden von Frauen geführt

Früh übt sich: Auch die Jungbäuerinnen und -bauern wissem schon, wie man eine gescheite Ernte einfährt.
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  • Foto: Christoph Münzer
  • hochgeladen von Roland Reischl

Rund 34.000 landwirtschaftliche Betriebe gibt es in der Steiermark, rund um das Erntedankfest zieht das Land Steiermark Bilanz über die außergewöhnlichen Leistungen dieser Berufsgruppe.

Landauf und landab wurden in den letzten Tagen Erntedankfeste in der Steiermark gefeiert, nach harten Zeiten der Pandemie und mehrerer Lockdowns auch für die heimische Bauernschaft ein Befreiungsschlag. "Mit dem Erntedank wird aber auch das Bewusstsein für den Wert unserer regionalen Lebensmittel und deren Vielfalt gestärkt", geht die Bedeutung diese Festtage für Agrarlandesrat Hans Seitinger noch ein Stückchen weiter.

35 Prozent der Betriebe in weiblicher Hand

Deshalb lohnt es sich auch, diese Branche etwas genauer anzuschauen: Insgesamt gibt es in Österreich über 162.000 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, rund 34.000 davon (also mehr als 20 Prozent) sind in der Steiermark beheimatet. Fast 12.000 (35 Prozent) dieser Betriebe werden übrigens mittlerweile von Frauen geführt.
Neben dem status quo ist es aber natürlich auch immer wichtig zu wissen, wie es in der Zukunft aussieht. Und da darf die Steiermark durchaus zuversichtlich sein: Fast 14 Prozent der steirischen Bauern sind jünger als 35 Jahre – damit liegt man deutlich über dem Österreich-Schnitt von zehn Prozent.

"Bio" heißt die Zukunft der Landwirtschaft

Was die heimische Landwirtschaft zu leisten ist, hat ja nicht zuletzt die Pandemie gezeigt. Der Eigenversorgungsgrad ist demnach relativ hoch, damit auch die Unabhängigkeit von Importen. So haben wir etwa den Bedarf bei Kartoffeln zu 85 Prozent, bei Gemüse zu 56 Prozent und bei Eiern zu (7 Prozent gedeckt.  Zur Veranschaulichung: Ein Bauer ernährt durchschnittlich 160 Menschen. Das tut er in der Steiermark übrigens immer mehr auf zertifiziertem biologischem Weg, rund 20 Prozent der Gesamtfläche von 417.000 Hektar wird bereits nachhaltig biologisch bewirtschaftet. Auch der Anteil der Direktvermarkter ist im Ansteigen, jeder zweite Steirer kauft bereits persönlich beim Bauern seines Vertrauens ein. Da verwundert es auch nicht weiter, dass laut einer aktuellen Studie 94 Prozent der Steirer ein positives Bild von heimischen Landwirten haben.

Früh übt sich: Auch die Jungbäuerinnen und -bauern wissem schon, wie man eine gescheite Ernte einfährt.
Stolz auf die steirischen Bauern: Hans Seitinger, Elisabeth Köstinger (l.) und Kammerpräsident Franz Titschenbacher (r.).

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