Armin Breinl: Ein Grazer Arzt und sein Energiekick

Perfekter Gastgeber: Bei Musliiu Nakil (l.) blieben für Armin Breinl (M.) und Marcus Stoimaier nicht nur ob des ausgezeichneten Essens keine Wüschen offen.
2Bilder
  • Perfekter Gastgeber: Bei Musliiu Nakil (l.) blieben für Armin Breinl (M.) und Marcus Stoimaier nicht nur ob des ausgezeichneten Essens keine Wüschen offen.
  • Foto: Prontolux
  • hochgeladen von Marcus Stoimaier

Frauenarzt und Visionär – nicht zuletzt durch seine Auftritte bei der ATV-Doku-Soap „Teenager werden Mütter“ ist Armin Breinl ein bunter Farbklecks in der heimischen Ärztelandschaft. Auch als Unternehmer sorgt er für Gesprächsstoff. Mit „2B“ hat er ein Getränk auf den Markt gebracht, das so ganz anders sein soll als andere Energydrinks. Wie man als Gynäkologe auf die Idee kommt, Getränkeproduzent zu werden und welche Visionen er mit „2B“ verfolgt, erzählt er im „Business Lunch“ in der „Casa Rustica“ unweit seiner Ordination.

WOCHE: Sie haben die Geschichte bestimmt schon oft erzählt – aber wie kommt man als Arzt auf die Idee, einen Energydrink auf den Markt zu bringen?

Armin Breinl: Das war bei einer Fortbildung, wo das Hauptthema war, was kann ich mir Gutes tun, um länger gesund und fit bleiben. Da gibt es in verschiedenen Kulturen die unterschiedlichsten Ansätze. Und mit Pflanzenwirkstoffen arbeitet man ja schon seit Jahrhunderten – mittlerweile weiß man eben genau, warum die so gesund sind. Die Idee war dann, statt einer Handvoll Kapseln ein Produkt zu erarbeiten, das man jeden Tag trinken kann.

Sie werben mit dem Slogan „Für natürliche Energie“ – wie natürlich kann denn ein Energydrink sein?

Die Fruchtsäfte sind einfach der ideale Transporteur für unsere vorhin erwähnten Inhaltsstoffe. Wir haben einen Fruchtanteil von über 50 Prozent. Bei unserem „2B active“ ist die Basis etwa Apfelsaft – dazu exotische Früchte, die Vitamin C liefern. Bei „2B relax“ sind Aprikose, Granatapfel, Preiselbeeren aber auch Banane dabei. Da entsteht natürlich eine ganz andere Wirkung als bei zuckerhaltigen Getränken.

Aber assoziiert man Dosengetränke nicht eher als ungesund?

Und genau das ist unser Problem. Allerdings brauchen wir die Dose – wir brauchen Luft- und Lichtabschluss. Wir sind Natur und haben kein Konservierungsmittel dabei. In einer Glasflasche wären unsere Produkte nur wenige Monate haltbar.

Sie haben gerade erst einen Deal über 1,6 Millionen Dosen mit dem Iran abgschlossen und sind auch in Dubai sehr aktiv. Stehen die Zeichen auf Expansion?

Irgendwie gezwungenermaßen – in Österreich sind wir zwar auch an rund 1.200 Stellen erhältlich, etwa bei Billa, Merkur, Interspar, Spar Gourmet und jetzt auch bei der OMV. Aber irgendwann steht man halt an – bei Energydrinks gibt’s bei uns nur Red Bull. Im Ausland ist man da vielleicht etwas feinfühliger, legt mehr Wert auf die Inhaltsstoffe. Wir waren dann auf der Nahrungsmittelmesse Anuga in Köln – dort haben wir den Preis als Top-Innovation des Jahres gewonnen. Das war für uns der Startschuss, uns auch international zu beweisen – dann ging’s nach Dubai und nun eben in den Iran.

Was sind Ihre konkreten Ziele?

Das Ziel ist, 10 Millionen Dosen pro Jahr abzusetzen. Aktuell verkaufen wir in Österreich 300.000 und in Dubai 500.000. Im Iran warten wir noch auf die letzten Genehmigungen – weitere Hoffnungsmärkte, wo wir kurz vorm Abschluss stehen, sind Indonesien aber auch Spanien.

Den Standort Graz zu verlassen war nie ein Thema?

Nein. Zum einen ist Graz durch seine guten Hochschulen und innovativen Unternehmen ein guter Boden. Außerdem beziehen wir ja auch den Großteil unserer Rohstoffe direkt aus der Steiermark – etwa Äpfel oder Trauben. Wenn man bedenkt, dass für eine Dose 1,75 Kilo Frucht notwendig sind, weiß man auch, dass wir für die steirische Landwirtschaft ein wichtiger Partner sind und noch wichtiger werden können.

Steckbrief:

Name: Armin Breinl
Jahrgang: 1957
Wohnt in Graz.
Ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (27 und 25 Jahre).
Hat am BG/BRG Oeversee maturiert und anschließend in Graz Medizin studiert.
Seine Ordination befindet sich am St. Peter Pfarrweg 26.
Spielt Schlagzeug bei der Band „Steroid Connection“.
In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis (in Hart/Graz), geht Skifahren oder auf den Berg. „Im Vorjahr war ich auf dem Großglockner – mein bisheriges Highlight“.
War mit „2B“ der erste Hauptsponsor des wiederauferstandenen GAK. „Ich bin am Hasnerplatz zur Schule gegangen – da wurde man quasi automatisch zum GAK-Fan. Ich schau mir heute aber auch Sturm-Spiele an.“
Sein Lieblingsurlaubsziel ist Österreich.
Als Kind wollt er eigentlich „irgendwas mit Technik werden. Mein Vater war Geometer und mein Bruder ist es auch. Ich hab mich erst relativ spät für die Medizin entschieden“.

Lifestyle Trading GmbH

Geschäftsführer: Armin Breinl
Abfüllort: Stainz, Firma Grünewald
Absatzmenge/Jahr: 300.000 Dosen in Österreich, 500.000 in Dubai, 1,6 Million im Iran

Hier gibt’s einen Überblick über unsere Serie "Business Lunch".

Perfekter Gastgeber: Bei Musliiu Nakil (l.) blieben für Armin Breinl (M.) und Marcus Stoimaier nicht nur ob des ausgezeichneten Essens keine Wüschen offen.
Hobbymusiker und Bergfex: So richtig fad wird’s Armin Breinl wohl nie.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen