Lehrlingsschwerpunkt 2019
Die Job-Raritäten am Grazer Stellenmarkt

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Friseur, Bürokauffrau, Mechaniker – das kennt man. Die WOCHE hat die ausgefallensten Lehrberufe gesucht.
Graz ist weder eine Skisport-Hochburg noch ist die Mur wirklich schiffbar. Kein Wunder also, dass seltene österreichische Lehrberufe wie Skierzeuger oder Binnenschifferin in der Landeshauptstadt nicht wirklich gefragt sind. Dennoch: Auch in Graz gibt es Berufswege, die nicht gerade alltäglich sind und durchaus Seltenheitswert haben. Die WOCHE stellt in der Grafik links Lehrberufe vor, die derzeit von weniger als fünf Lehrlingen erlernt werden. Darunter fallen Exoten-Berufe wie Gleisbautechniker oder Friedhofs- und Ziergärtner, aber auch musikalische Berufswege wie der Instrumentenbau.

Brauen und Bauen

Ebenso unter den Orchideen-Jobs, allerdings nicht mehr in der Grafik erfasst, sind unter anderem Brau- und Getränketechniker, Ofenbauer, Stuckateure und Schuhmacher zu finden. Angeboten werden daneben auch Lehren in der Reifen- und Vulkanisations-, der Geoinformationstechnik oder auch in der Sportadministration und als Assistenz in der tierärztlichen Praxis – allesamt nicht gerade im Standard-Stellenmarkt aufgelistet. Insgesamt gibt es im Großraum Graz 44 Lehrberufe, die von weniger als fünf Lehrlingen ausgeübt werden, 25 Lehrberufe haben einen Zulauf von weniger als zehn Auszubildenden.Natürlich ergibt die Nachfrage das Angebot, dennoch haben auch diese Job-Raritäten Vorteile, wie Gottfried Krainer, Lehrlingsstellenleiter der WKO Steiermark bestätigt: „Lehrberufe mit geringen Lehrlingszahlen bieten Möglichkeiten und Chancen, um außergewöhnliche Talente und Begabungen vor den Vorhang zu holen.“

Ausbildungsstandort Graz

Stichwort Nachfrage: Wenig überraschend ist die Landeshauptstadt steiermarkweit gesehen die wichtigste Drehscheibe am Stellenmarkt. So werden im Ballungsgebiet in mehr als 1.500 Lehrbetrieben knapp 4.700 junge Menschen ausgebildet. Dabei spielen die großen Player eine tragende Rolle. In Graz bildet vor allem der Mobilitätscluster viele Lehrlinge aus. Wobei es hier bekanntlich an Fachkräften mangelt. „Der Engpass ist nach wie vor sehr groß, speziell in der Elektro- und Metalltechnik sowie im Handwerk und Tourismus“, erklärt Viktor Larissegger, Grazer WKO-Regionalstellenleiter. Die großen Grazer Unternehmen wie Magna Steyr, AVL, Anton Paar, Siemens oder die KAGes setzen sich besonders für die Lehrlingsausbildung ein. Was allerdings nicht heißt, dass nicht auch die unzähligen Klein- und Mittelbetriebe einen ebenso wertvollen Beitrag leisten.

Lehrstellen in der Nähe

Wer sich übrigens genau informieren möchte, welche Lehrstellen in seiner Umgebung gerade offen sind, wird hier schnell fündig: lehrbetriebsuebersicht.wko.at

„Berufe mit geringen Lehrlingszahlen bieten oft besondere Chancen für außergewöhnliche Talente", weiß Gottfried Krainer, Lehrlingsstellenleiter der WKO Steiermark.
Autor:

Andrea Sittinger aus Graz

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