Steirische Wein-Elite
Landessieger Wein 2026 gekürt, diese Betriebe triumphieren
- Die strahlenden Landessieger mit den Gratulanten. Stehend: LK-Präsident Andreas Steinegger, Weinkönigin Magdalena, Josef Strohmeier, Vizepräsidentin Maria Pein, Stefan Wurzinger, Franz Strablegg-Leitner, Carina Strablegg-Leitner, Hans-Peter Temmel, Florian Temmel, Elias Koch, Lukas Radl, Wolfgang Klug, Peter Strauss, Robert Platzer, Franz-Josef Tschermonegg, Weinhoheit Antonia, Weinhoheit Lea, LAbg. Bruno Aschenbrenner, Vorstandsdirektor Florian Stryeck, Weinbauchef Martin Palz.
Kniend: Reinhard Wurzinger, Michael Strohmeier, Christoph Lackner, Stefan Müller, Friedrich Frühwirth, Stefanie Leitner, Matthias Leitner, Stephan Hiden (jeweils v. l.) - Foto: LK Steiermark/CrispyMotion
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Die Landessieger Wein 2026 wurden wieder von der steirischen Landwirtschaftskammer prämiert, darunter drei Doppel-Landessieger. Eingereicht wurden über 1.700 Weine.
GRAZ. Unter den 18 Landessiegern sind heuer drei Doppel-Landessieger: Der Peiserhof von Familie Strohmeier aus Eibiswald (Sämling 88 Klassik und Weißburgunder Weststeiermark DAC), Weinbau Wurzinger aus Bad Gleichenberg (Welschriesling Vulkanland Steiermark DAC und Zweigelt "Herzblut") sowie der Weinhof Leitner aus Ilztal (Gelber Muskateller Sekt und Welschriesling Beerenauslese). Zudem errang das Weingut Lackner aus Krottendorf-Gaisfeld den Titel „Weingut des Jahres 2026“
„Die Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer ist traditionell der größte und wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark. Rund 350 Weinbauern reichten 1.747 Weine zur Bewertung ein“, betonte Landwirtschaftskammer Präsident Andreas Steinegger bei der Siegerpräsentation. „Die hervorragenden Ergebnisse bestätigen die konsequente Qualitätsarbeit der Weinbauern und dienen zugleich als Sprungbrett für nationale und internationale Märkte.“
Schaufenster für Typizität und Herkunft
„An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen. Für den Einzug ins Finale ist jedoch eine entsprechende Mindestweinmenge erforderlich“, so Weinbauchef Martin Palz. Weine der klassischen Sortengruppen sind trocken (mit weniger als 4,6 Gramm Restzucker) und höchstens 12,9 Volumenprozent Alkohol ausgebaut. Diese Kriterien prägen die leicht zugängliche, verständliche Stilistik gebietstypischer Weine mit Herkunft Steiermark.Districtus Austriae Controllatus (DAC) – herkunftstypische Qualitätsweine.
Um die Herkunft der Weine in den Fokus zu rücken, wurden mit dem Weinjahrgang 2018 die drei Weinbaugebiete Vulkanland Steiermark DAC, Südsteiermark DAC und Weststeiermark DAC neu definiert. Das heißt: Die Weine dieser Gebiete tragen seither die Abkürzung „DAC“ im Namen. „Die DAC-Bezeichnung macht die Herkunft der Weine klar erkennbar. Gebietstypische Weißweine – in der Weststeiermark auch der Schilcher – profilieren sich in den drei Qualitätsstufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein“, betont Vizepräsidentin Maria Pein.
Von allen eingereichten Proben könnten 1.421 eine Herkunftsgarantie tragen, 1.292 tun dies auch. Das entspricht immerhin einem Anteil von über 90 Prozent – ein österreichweiter Spitzenwert. Die Anzahl an eingereichten Qualitätsweinen der klassischen Sortengruppen lautet dabei wie folgt: 201 Welschriesling, 203 Weißburgunder, 38 Morillon, 206 Sauvignon Blanc, 217 Muskateller und 55 Schilcher.
Landessieger:
- Welschriesling – Weinbau Wurzinger (Vulkanland Steiermark DAC)
- Weißburgunder – Der Peiserhof von Familie Strohmeier (Weststeiermark DAC)
- Morillon – Weingut Peter Strauss (Chardonnay, Südsteiermark DAC)
- Sauvignon blanc – Weingut Klug (Steiermark)
- Muskateller – Weingut Familie Hiden (Steiermark)
- Schilcher – Schilcherweinbau Koch KG (Weststeiermark DAC)
Scheube, Riesling, TraminerIn: den Kategorien Scheurebe (96 Einreichungen) und Riesling (44 Einreichungen) sind trockene Weine (bis 9 g/l Zucker) sowie bei Traminer/Gewürztraminer (35 Einreichungen) auch halbtrockene Weine (bis 12 g/l Zucker) zu finden. Diese Stilistik erfreut sich zunehmender Beliebtheit, weil derartige Weine immer spannende Speisebegleiter sein können.
Landessieger:
- Scheurebe – Der Peiserhof von Familie Strohmeier (Sämling 88 „Klassik“, Steiermark)
- Riesling – Weingut Müller (Riesling „Basalt“ Klöch, Vulkanland Steiermark DAC)
- Traminer/Gewürztraminer – Weingut Frühwirth (Gelber Traminer Klöch, Vulkanland Steiermark DAC)
Landessieger Sekt (46 Einreichungen):
- Sekt – Weinhof Leitner (Gelber Muskateller Sekt Austria, Steiermark g.U.)
Ortswein Sauvignon blanc und Burgunder (149 Einreichungen): Je ein Landessieger wurde in der Sortengruppe Burgunder (95) – Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder – und der Sorte Sauvignon blanc (54) gekürt.
Landessieger:
- Burgunder, Ortswein – Panoramaweinhof Strablegg-Leitner (Grauburgunder Eichberg, Südsteiermark DAC)
- Sauvignon blanc Ortswein – Weingut Tschermonegg (Sauvignon Blanc Gamlitz, Südsteiermark DAC)
Orts- und Riedenweine Schilcher (50 Einreichungen): Für Schilcher mit Orts- oder Riedennamen gemäß den DAC-Regelungen wurde eine Kategorie geschaffen, in der bei dem herkunftstypischen Wein, noch mehr Differenzierung möglich gemacht wurde.
Landessieger:
- Schilcher Orts- und Riedenwein – Weingut Lackner (Schilcher Ried Gasselberg, Weststeiermark DAC)
Weine aus Einzelrieden sind sehr beliebt (223 Einreichungen): Die für die beiden Gruppen nominierten Weine der Burgundergruppe (123) und der Sauvignon blanc’s (100), benötigen mindestens ein Jahr mehr Ausbau, müssen trocken ausgebaut sein und tragen die eindeutige Handschrift der Riede und des Winzers.
Landessieger:
- Riedenwein Burgunder – Weingut Felberjörgl (Morillon Ried Höchleit´n, Südsteiermark DAC)
- Riedenwein Sauvignon blanc – Weingut Radl (Sauvignon blanc Ried Klöchberg, Vulkanland Steiermark DAC)
Landessieger Prädikatsweine (39):
Weinhof Leitner (Welschriesling Beerenauslese, Steiermark)
104 Rotweine eingereicht: Zwei Landessieger wurden gekürt. Eine Besonderheit im Bewerb bleibt der steirische Rotwein. Um den Konsumentenwünschen entgegenzukommen, wurden zwei Kategorien geschaffen. Eine Kategorie ausschließlich Blauer Zweigelt (55) und die kräftige Rotwein-Vielfalt (49), bei der sämtliche Qualitätsrebsorten und Cuvées daraus erlaubt sind.
Landessieger:
- Blauer Zweigelt – Weinbau Wurzinger (Zweigelt „Herzblut“, Steiermark)
- Rotwein Vielfalt – Weinhof Platzer (Rotwein Cuvée "Königsrot“, Steiermark)
17 Prozent der eingereichten Weine erreichten das Halbfinale. Bei vielen Sortengruppen war aufgrund der hohen Probenanzahl ein Halbfinale durchzuführen. Den Einzug schafften knapp 17 Prozent oder 295 Weine, 6,5 Prozent oder 108 Weine davon stehen im Finale. Der Aufkleber „Finalist“ kennzeichnet alle Weine, die sich bereits für das Halbfinale qualifiziert haben. Sie alle wurden in die Broschüre aufgenommen, und kennzeichnen die besten Weine der Steiermark.Knock-Out beim Halbfinale und Finale. „Das strenge Auswahlverfahren zeigt, wie schwierig es ist, mit einem Wein das Finale zu erreichen, um überhaupt erst Landessieger werden zu können“, sagt Palz.
Die Finalverkostungen jeder Kategorie werden nach der Rangziffernmethode durchgeführt. Dabei stehen sämtliche Finalweine nebeneinander und müssen im direkten Vergleich bestehen.Siegerbroschüre. „Die besten steirischen Weine werden in der vorliegenden Broschüre in den Kategorien Sieger, Finalisten und Semifinalisten vorgestellt, um die Kaufentscheidung zu erleichtern und auch auf bisher unbekannte Betriebe aufmerksam zu machen“, erklärt der Weinbauchef.
Landessieger Pakete. „Die Siegerweine können in der Vinothek Steiermark in Sankt Anna erworben werden. Ein besonderes Erlebnis ist aber nach wie vor ein Besuch bei einem der erfolgreichen Betriebe“, schloss Weinbauchef Palz.
- Winzer Christoph Lackner und Freundin Lisa Bäuchler (M.) freuen sich über den Landessieg in der Kategorie Schilcher Orts- und Riedenwein und über den Titel „Weingut des Jahres 2026“. Die Gratulanten: Präsident Andreas Steinegger (l.), Weinkönigin Magdalena (2. v. l.) und Weinbauchef Martin Palz (r.)
- Foto: LK Steiermark/CrispyMotion
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Weingut des Jahres 2026
Die erfolgreichsten Teilnehmer der Landesweinkost zeichnet die Landwirtschaftskammer heuer zum vierzehnten Mal mit dem Titel „Weingut des Jahres“ aus. Dabei wurde Weingut Lackner aus Krottendorf-Gaisfeld zum ersten Mal „Weingut des Jahres“. Seit 15 Jahren ist Christoph Lackner für die Weinproduktion des Wein- und Obstbau-Betriebes verantwortlich. Er vereint moderne Kellertechnik mit traditionellem Handwerk und kreiert so neue Geschmackserlebnisse, die bereits zahlreiche Erfolge in diversen Verkostungen erzielten.
Auf der bewirtschafteten Rebfläche ist zur Hälfte die Sorte „Blauer Wildbacher“ kultiviert, aus der die verschiedensten Rosé-Köstlichkeiten, Schaumwein sowie Rotwein erzeugt werden. Die übrigen Flächen teilen sich die Rebsorten: Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller, Weissburgunder, Welschriesling, Rheinriesling und der Blaue Zweigelt.
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