16.05.2018, 07:00 Uhr

Blick in die digitale Glaskugel

Geht es nach D. Lamprecht, B. Krenn und S. Schmidhofer (v. l.) wird Künstliche Intelligenz den Alltag auch in Graz verändern. (Foto: KK)

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch:
So könnte sich der Alltag in der Stadt der Zukunft verändern.

Graz, Herrengasse, im Sommer 2025: Daniel Lamprecht ist mit Stefan Schmidhofer auf der Suche nach einem neuen Mountainbike. In einem Fachgeschäft werden sie in einem Showroom von einem intelligenten digitalen Assistenten beraten. Sie erhalten Informationen über die richtige Größe und Ausstattung und können verschiedene Bikes testen.
Das passende Modell wird im Anschluss gleich zu Daniel nach Hause geliefert. Eine ungewöhnliche Szene? Mitnichten. Im Jahr 2025 sind für Daniel und Stefan digitale Assistenten allgegenwärtig. Das Stadtbild hat sich im Gegensatz zu 2018 grundlegend verändert: Durch viele kleine Shops mit digitalen Helfern steht die individuelle Beratung wieder im Vordergrund, Produkte stehen schnell und einfach zur Verfügung.

Hilfe im Alltag

Digitale Assistenten werden durch Künstliche Intelligenz (KI) angetrieben. Daniel, Experte für KI, sagt: „Die KI erlaubt es Maschinen, eigenständig zu handeln, Entscheidungen zu treffen und uns im Alltag zu unterstützen." KI basiert auf Informatik und statistischen Modellen und verarbeitet dabei riesige Datenmengen, um darin Muster zu erkennen. "Die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet erlauben es, den Alltag wesentlich zu erleichtern“, wird Stefan, der KI-Applikationen entwickelt, deutlich. Eine KI sei selbstlernend und wird kontinuierlich intelligenter.
Dies hilft auch in Notfällen – Sprung ins Jahr 2025: Als Benjamin Krenn, Stefans Kollege, auf dem Schöckl einen Mountainbike-Unfall hat, unterstützt ein digitaler Assistent die Einsatzzentrale bei der Koordination und sorgt für ein reibungsloses Zusammenspiel.

Zum Wohl der Gesellschaft

Im LKH vergleicht im Zukunftsszenario eine KI die Röntgenaufnahme von Benjamins Bein in Sekundenbruchteilen mit tausenden ähnlichen Fällen aus der ganzen Welt und stellt kleine Haarrisse im Schienbein fest, die im Jahr 2018 wohl oftmals noch übersehen worden wären. Der Arzt kann die Diagnose umgehend kontrollieren und bestätigen und das Bein fachgerecht mit einem Gips versorgen.
Zurück 2018: Stefan und Daniel sind sich einig, dass die KI nur in Symbiose mit Menschen und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt werden sollte.
Schon 2015 haben Stephen Hawking, Elon Musk und weitere Experten auf dem Gebiet dies in einem offenen Brief mahnend eingefordert. Zukunftsvision: Nach ihrem Spaziergang durch die Grazer Herrengasse im Jahr 2025 sind Stefan und Daniel froh, dass der Verkehr – geregelt durch eine Künstliche Intelligenz, die auch die Öffis untereinander vernetzt und dynamisch leitet – flüssig verläuft. So kommen die beiden rasch nach Hause zu ihren Familien – und dem neuen Mountainbike.

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