28.06.2017, 09:52 Uhr

Der "Schlumpfteller" ist nicht alles

Ein "Schlumpfteller" macht noch kein kinderfreundliches Lokal: Auch das Service muss auf die Kleinsten eingehen. (Foto: Jack/Fotolia.com)

Die WOCHE und das Kinderbüro suchen wieder kinder- und familienfreundliche Gaststätten in Graz.

Wenn man Kinder im "entspannenden" Alter zwischen 0 und 10 Jahren hat, steht man des Öfteren vor dem Dilemma: Daheim kochen und essen, wo der Hochstuhl für die Kleine schon die richtige Höhe hat und man nicht dauernd mit aufs WC rennen muss, weil der Große Gott sei Dank weiß, wo dieses ist? Oder besser doch auswärts essen gehen, wo man vielleicht erst nach einem Hochstuhl suchen muss, dafür aber à la carte speisen kann und sich selbst nicht an den Herd stellen muss?
Essen gehen mit (Klein-)Kindern kann schon einmal zum Spießrutenlauf werden, umso angenehmer ist es dann, wenn einem dieses "Erlebnis" durch die Haltung des Servicepersonals und eine kinderfreundliche Infrastruktur erleichtert wird.
Derzeit tragen rund 40 steirische Gastro-Betriebe das Gütesiegel "Kinder- und Familienfreundliche Gaststätte", das regelmäßig vom Kinderbüro verliehen wird.

Gesundes für die Kleinsten

In Graz wurde unter anderem das Gasthaus "Zur Steirerstub’n" am Lendplatz ausgezeichnet. "Wir sind für alle Gäste da – natürlich auch für die Kleinsten", so Juniorinhaber Patrick Sommer. Kinder- und Familienfreundlichkeit wird hier seit Jahren großgeschrieben. "Das fängt beim Service an und geht bis zur Kinderkarte." Und die beschränkt sich in der "Steirerstub’n" nicht nur auf das klassische "Kinder-Wiener": "Wir achten auch auf eine gesunde und bewusste Ernährung. Individuelle Wünsche können mit der Küche abgesprochen werden." Auch ein separater Wickelbereich und ausreichend Kinderstühle stehen zur Verfügung – für den "Notfall" sogar ein Kinderbett.

Die Suche geht weiter

Die WOCHE sucht nun gemeinsam mit dem Kinderbüro wieder Betriebe, die ihre Kinder-und Familienfreundlichkeit nicht nur auf der Speisekarte zeigen. Denn der allseits bekannte "Schlumpfteller" reicht nicht, um den Bedürfnissen von Familien gerecht zu werden. Familienfreundlichkeit reicht vom extra "Röhrl", das zum Glas Saft mitserviert wird, über einen leicht zu erreichenden und sauberen Wickelbereich bis hin zur Spielecke, in der sich die Kinder vergnügen können, während die Eltern in Ruhe die letzten Bissen aufessen oder noch einen Kaffee bestellen. Das weiß man auch in der "Steirerstub’n".

Kein Platz für Langeweile

"Als Eltern möchte man nicht, dass die Kinder gelangweilt am Tisch sitzen müssen", meint Sommer. "Unsere Kinderecke mit Spielzeug und Malsachen wird gerne angenommen."
Gasthäuser, Restaurants, Konditoreien und Cafés können sich bis 30. Juli unter www.kinderbuero.at bewerben. Die Auszeichnung gilt für die Saison 2018/19. Eine Testfamilie überprüft den Betrieb inkognito auf seine Familienfreundlichkeit.
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