15.03.2017, 14:27 Uhr

DiensTalk: Fake News - Wem kann man noch glauben?

Peter Plaikner, Moderator Michael Fleischhacker, Judith Denkmayr, Detlev Eisel-Eiselsberg (Foto: STVP/Fischer)

Der DiensTalk vom 15. März in der Parteizentrale der steirischen Volkspartei in Graz durfte sich über ein volles Haus freuen. Das Thema diesmal: "Fake News: Wem kann man noch glauben?"

Zur Diskussion geladen waren Medienwissenschaftlerin Judith Denkmayr und Peter Plaikner, Medienberater und Politikanalyst. Michael Fleischhacker übernahm die Moderation. Ideengeber für diesen DiensTalk war der Obmann der Jungen Volkspartei Steiermark, Lukas Schnitzer: „Die Sensibilisierung bei diesem Thema ist notwendig. Vor allem in Schulen ist es wichtig, großen Wert auf kritischen Umgang mit allen Medien zu legen. Die Diskrepanz zwischen der gefühlten Wahrheit und den echten Fakten wird immer größer. Diesen Trend gilt es zu bremsen.“

Fake News: Kein Phänomen unserer digitalen Zeit

Detlev Eisel-Eiselsberg, Landesgeschäftsführer der Steirischen Volkspartei, wies in seinen Eröffnungsworten darauf hin, dass „Fake News kein Phänomen unserer digitalen Zeit sind. Im Unterschied zu früher versickern diese aber nicht mehr, sondern zirkulieren ewig im Netz und werden immer wieder hervorgehoben.“
Dass Menschen Opfer von Populisten und Demagogen werden, sei ebenfalls eine Gefahr von Falschmeldungen. „Dem müssen wir so gut es geht mit seriöser Informationspolitik entgegenwirken und auch jene Medien unterstützen und stärken, die das auch im Sinn haben.“


Nachrecherchieren

„Im schlimmsten Fall können Fake News wirklich ernsthafte Auswirkungen haben. Im harmloseren Fall wird halt nie aufgeklärt, dass es Fake News waren“, meint Judith Denkmayr. Die Medienwissenschaftlerin erklärte auch wie man Falschmeldungen am besten erkennt: „Meine Erfahrung ist, je aufregender eine Nachricht ist, je empörender, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht wahr oder zumindest tendenziös dargestellt worden ist, dann sollte man nachrecherchieren.“

Dem (digitalen) Stammtisch nicht trauen

Peter Plaikner warnt davor, den Begriff „Fake News“ überhaupt zu verwenden. „Insbesondere Journalisten sollten dies nicht tun, sondern einfach permanent dagegen arbeiten. Es geht darum tagtäglich das Gegenteil zu beweisen und zu zeigen, dass die etablierten Medien Qualität liefern. Außerdem rät der Politikanalyst: „Wachsam sein, wachsam sein und vor allem nicht dem Stammtisch trauen und sei es auch der digitale Stammtisch.“

Einig war man sich, dass die Verantwortung über den Medienkonsum bei jedem Einzelnen liegt, denn digitale Medien und Netzwerke werden vor allem zur Verstärkung der eigenen Meinung genutzt.
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 16.03.2017 | 10:10   Melden
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Kerstin Wutti aus Land Österreich | 16.03.2017 | 12:05   Melden
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