Bewegungsrevolution
Bewegung jedes Mal ein Erlebnis - Gabi Ruthofer
- Bewegungsrevoluzzerin Gabriele Ruthofer, diplomierte Sportwissenschafterin aus Bad Waltersdorf, gibt verschiedene Kurse. Dazu zählt auch das Faszien-Pilates, also Übungen für Rumpfstabilität und Beweglichkeit.
- Foto: Ruthofer
- hochgeladen von Olga Seus
Im Zuge der "Bewegungsrevolution", der größten Bewegungsinitiative, die es in Österreich jemals gegeben hat, initiiert vom Gesundheitsfonds Steiermark, in Kooperation mit den drei Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und Sportunion, suchte die Woche in jedem steirischen Bezirk „Bewegungsrevoluzza“. Nach Fitboxer und Atemtrainer Tom Holzer aus Kaindorf und Wanderer Walter Ederer aus Grafendorf soll im Folgenden Gabi Ruthofer aus Bad Waltersdorf, Selbstständige im Gesundheitssport, vorgestellt werden.
BAD WALTERSDORF. Für manche ist Sport eine lästige Pflicht, für manche eine wahre Berufung. Zu letzteren zählt Gabi Ruthofer, 54, selbstständig im Sportbereich aus Bad Waltersdorf. Besonders wichtig ist ihr, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Kurse ebenso wie sie selbst „Spaß, Freude und Begeisterung an der Bewegung“ erleben können. In ihren Kursen gilt von daher: „ Bewegung ist vielfältig, soll immer interessant und spannend, jedes Mal ein Erlebnis sein“.
Abwechslungsreiches Programm
Dazu gehört ein abwechslungsreiches Programm, welches durch unterschiedliche Bewegungsarten ebenso geprägt ist wie durch Übungsmodifikationen und verschiedene Trainingsmethoden. D. h., auch wenn man den gleichen Kurs bei ihr zweimal hintereinander bucht, wird man nie die gleiche Stunde zum zweiten Mal erleben. 18 Kurse gibt sie derzeit wöchentlich, drei davon online. Ihr Angebot erstreckt sich dabei von fitdankbaby-Kursen – einem „ganzheitlichen Fitnesskonzept für Schwangere und Mütter mit Baby angepasst an die speziellen Bedürfnisse nach Geburt“ – über Eltern-Kind-Turnen bis hin zu Faszien-Pilates – Übungen für Rumpfstabilität und Beweglichkeit, die zugleich gegen Verspannungen wirken – bis hin zu Funktionellem Training in der Kleingruppe mit individueller Übungsanpassung und Bewegungseinheiten aus dem standardisierten „Jackpot.fit“-Programm der Sozialversicherungen. Hinzu kommen Schul- und Kindergartenprojekte. Die Onlinekurse hatte sie in den Zeiten der Corona-Kontaktbeschränkungen angefangen. "Für einige ist das die angenehmere Art, keine Anfahrt, kein Babysitter, gleich im heimischen Wohnzimmer losstarten", so Ruthofer. Nichts destotrotz gibt es auch bei den Onlinekursen wie in jedem anderen ihrer Kurse eine individuelle Betreuung und Ausbesserung der Übungen, die von einer Kamera begleitet ausgeführt werden.
Man kann also feststellen, dass das Konzept, die Bewegungslust zum Beruf zu machen, bei Gabi Ruthofer voll und ganz aufgegangen ist. Dabei zeigte sich diese Bewegungsfreude schon früh: „Ich war von Kindesbeinen an immer aktiv“, so Ruthofer. Mit der Matura schließlich kristallisierte sich heraus, dass der künftige Beruf mit Sport zu tun haben solle. So studierte Ruthofer Sportwissenschaft, absolvierte zahlreiche Trainings-Zusatzausbildungen für unterschiedliche Zielgruppen und kann nun auf satte 30 Jahre Gesundheitssport als Beruf zurückblicken, davon 20 auf selbstständiger Basis.
Auch in der Freizeit aktiv
Mit ihren Kursen möchte sie „mit verschiedenen Bewegungskonzepten möglichst viele Personen- und Altersgruppen erreichen“. Aber auch privat ist Gabi Ruthofer kein Bewegungsmuffel: Die Mutter dreier erwachsener, ebenfalls sportlicher Kinder zieht es in der Freizeit in die Natur. Dabei ist sie gerne aktiv, sei es beim Wandern, Radfahren, Tourengehen, Nordic Walken, Klettersteig oder Bergsteigen. Und seit einigen Jahren hat sie "zudem das Bikepacking-Fieber gepackt, wodurch auch meine Urlaube immer mit Bewegung verbunden und ein Erlebnis sind.".
"Sich bewegen können ist ein Privileg"
Ruthofer, die durch etliche Begegnungen im privaten Umfeld und im Umfeld des Gesundheitssports sehr genau weiß, dass sich bewegen zu können nicht unbedingt für jeden Menschen selbstverständlich ist, würde durch ihr Tun gerne bewirken, dass mehr Menschen diese Möglichkeit als "Privileg" erkennen, statt als Last oder lästiges "Muss". Schön für sie wäre, wenn " jede und jeder in seinem Leben erkennt, dass Bewegung Spaß macht und gute Laune bringt. Und dazu sollte er Vieles ausprobieren, bis er oder sie das Richtige gefunden hat. Die Bewegungs-Entdeckungsreise sollte schon im Kleinkindalter beginnen.
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