BKH St. Johann
"Existenzgefährdung abwenden!"

Das wirtschaftlich sehr gut geführte Bezirksspital bleibt in der Diskussion.
  • Das wirtschaftlich sehr gut geführte Bezirksspital bleibt in der Diskussion.
  • Foto: C. Egger
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Diskussion um BKH-Kinderstation geht weiter; wird ganzes Spital bedroht?

ST. JOHANN/TIROL/BEZIRK (niko). LR Bernhard Tilg kam durch die bekannt gewordenen Schließungspläne für die BKH-Kinderstation scharf in die Kritik. Er versuchte dann zu erklären, beschwichtigen und relativieren. "Es geht um die Sicherstellung der bestmöglichen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung; eine breite Diskussion läuft mit allen Spitälern, die Reform ist ein offener Prozess", so Tilg. Wichtig für die Bezike Kitzbühel und Kufstein sei die Sicherstellung der ambulanten Kinderversorgung in enger Abstimmung mit dem niedergelassenen Bereich. Operative Versorgungen von Kindern könnten künftig auch in Spitälern ohne ausgewiesene Kinderabteilung möglich sein, so der Landesrat. "Man muss darüber nachdenken dürfen, in welcher Form die Kinderversorgung in den beiden Bezirken küftig in einer besser abgestimmten Form sichergestellt werden kann."

Die Wichtigkeit der regionalen Versorgung, nicht zuletzt durch die Abteilung für Kinder-/Jugendlichenmedizin und Gynäkologie/Geburtenhilfe betont BKH-Prim. Norbert Kaiser.

Gemeinderats-Schulterschluss

Der St. Johanner Gemeinderat beschloss einstimmig, sich für den Erhalt des gesamten Spitals (samt Kinderstation) einzusetzen. Tendenzen und Pläne im Strukturplan, die den Standort als solchen gefährden, seien vehement zurückzuweisen.

"Man soll zuerst die 'kranken' Häuser behandeln und im eigenen Stall aufräumen (gemeint: Landesspitäler, Anm.) und nicht gesunde Häuser wie jenes in St. Johann gefährden", fand Bgm. Stefan Seiwald harte Worte in Richtung Landesregierung.

Man müsse sich überparteilich gegen im Strukturplan festgehaltene Pläne und "faule Eier" wehren wehren, die das BKH "durch die Hintrtür" als ganzes in seiner Existenz gefährden, so der Ortschef. Gemeint sind Umstrukturierungen und Leistungsbeschneidungen (weniger OPs, weniger Umsätze, weniger Leistungspunkte etc.), die das Haus letztlich finanziell bedrohen würden. "Gegen diese Strategien müssen wir uns wehren", so Seiwald.

Klares Nein

Die SPÖ (LA Claudia Hagsteiner) spircht sich klar gegen die Schließung aus. "Es ist schwer nachvollziehbar, bei einem wirtschafltich sehr gut geführten Haus den Sparstift anzusetzen."

Von einem "schlechten Scherz" und dem "Holzweg Tilgs" spricht die FPÖ, die eine Unterschriftenaktion startete und den überparteilichen Schulterschluss gegen die Schließungspläne beschwört.

"Wenn LR Tilg davon spricht, dass die Patienterversorgung im Zuge der REform sogar verbessert wird, dann ist das ein Hohn gegenüber den Patienten", so Liste-Fritz-Klubobfrau Andrea Hasenwanter-Schneider. Man werde sich vehement für den Erhalt der Station einsetzen, denn der "Kahlschlag in St. Johann ist ein fatales Signal."

Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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