24.10.2016, 11:58 Uhr

Nächstes Kapitel für die "Erfolgsgeschichte S-Bahn"

Auf Zug: Landesrat Anton Lang freut sich über die neue S-Bahn für die Obersteiermark. (Foto: Frankl)

Am 11. Dezember starten mit der S8 und der S9 zwei neue Linien in der Obersteiermark. Herzstück dabei ist der ganztägige Halbstundentakt zwischen Leoben und Kapfenberg.

Seit Dezember 2007 ist in der Steiermark die erste Stufe der S-Bahn in Betrieb. In Zusammenarbeit von ÖBB, GKB, STLB und Verkehrsverbund gilt dies als Meilenstein im öffentlichen Verkehr der Steiermark. „Mein Dank gilt an dieser Stelle meinen Vorgängern im Verkehrsressort, die die Basis gelegt haben“, sagt dazu der zuständige Verkehrslandesrat Anton Lang. Mit rund 100 zusätzlichen Zugverbindungen im Großraum Graz zum Start ist das Bahnangebot wesentlich ausgeweitet worden. Erste Highlights waren (und sind) die Einführung regelmäßiger Taktverkehre auf der S1 von Graz nach Bruck an der Mur sowie auf der S5 nach Spielfeld-Straß, ein Viertelstundentakt in der Frühspitze auf der S1 von Norden nach Graz oder die Ausdehnung des Verkehrsangebots ab Graz bis Mitternacht. Weiteres Highligt 2010: die Betriebsaufnahme auf der S6 Koralmbahn (bis Wettmannstätten) sowie die Integration der steirischen Ostbahn in das S-Bahn-System als S3.

Gleich wichtig wie die Verbesserung des Angebots ist auch dessen Bewerbung. „Schlüssel zum bisherigen Erfolg ist, dass den Kunden über den unmittelbaren Produktnutzen wie Fahrplan oder Preis hinaus auch persönliche Facetten des Bahnfahrens vermittelt werden. Um eine tiefere, emotionale Bindung herzustellen und somit eine Entscheidung pro Nutzung der Öffis zu erreichen, sind besondere, auch sehr kreative Aktivitäten der Kundengewinnung in für den öffentlichen Verkehr durchaus außergewöhnlichen Bereichen zu setzen“, so Lang.

Stetes Fahrgast-Plus

Der Erfolg der S-Bahn Steiermark lässt sich mit den gestiegenen Passagierzahlen belegen: Im Vergleich von Oktober 2007 zu 2015 sind um rund 18.600 oder um plus 69 Prozent mehr tägliche Fahrgäste (Montag bis Freitag) im S-Bahn-Netz unterwegs. „In Summe fahren nun rund 45.500 Menschen pro Tag mit der S-Bahn“, freut sich Lang. Viel mehr als die nackten Zahlen lässt sich der Erfolg der S-Bahn aber in einem generellen Stimmungsaufschwung pro öffentlicher Verkehr ablesen. „Der öffentliche Verkehr in der Steiermark ist in allen Bereichen wieder zu einem positiv besetzten Thema geworden, die generelle Verkehrsmittelnutzung in der Steiermark hat zugenommen. Es ist sichtlich wieder `in´ – zumindest gelegentlich – mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren“, so der Verkehrslandesrat. Auch außerhalb der Steiermark hat der Start der S-Bahn für Furore gesorgt, denn zahlreiche Preise zollen dem Start der S-Bahn Anerkennung. Genannt sind hier nur der EU-Regional Champion Award, der VCÖ-Preis 2008 oder die Nominierung zum Staatspreis Verkehr.



Diese Erfolge sind für Lang ein entsprechender Auftrag, kontinuierlich an weiteren Verbesserungen zu arbeiten. „Das Land Steiermark wird sich auch weiterhin allen Herausforderungen stellen. Nicht einzelne Maßnahmen, sondern ein Bündel von verzahnten Projekten mit mehr Fahrplanangebot samt Ausweitung in die Obersteiermark, moderneren Triebfahrzeugen, längst fälligen Infrastrukturmaßnahmen an Bahnhöfen und Gleisen, einem flächendeckenden Park&Ride und Park&Bike-Konzept, zeitgemäßen Infosystemen und die Fortführung des fortschrittlichen Marketings sollen den Schwung der ersten Phasen der S-Bahn in die Zukunft weitertragen und den steirischen Bahnverkehr zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte werden lassen“, betont Lang.
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