11.10.2017, 16:05 Uhr

Girlpower: Internationaler Mädchentag

(Foto: Unsplash)

Am 11. Oktober ist Internationaler Mädchentag. Grund genug um auf ungleiche Chancen für junge Mädchen hinzuweisen.

So gehen zum Beispiel weltweit rund 63 Millionen Mädchen nicht zur Schule. In vielen Kulturkreisen wird die Welt für Jungen mit der Pubertät immer größer, für Mädchen kleiner. Auch in Österreich haben es Frauen allgemein schwerer – sie verdienen auch heute noch um 23 Prozent weniger als Männer.


Fakten zum Internationalen Mädchentag

Im Dezember 2011 wurde der 11. Oktober von den Vereinten Nationen zum „International Day of the Girl Child“ erklärt. Dieser Tag soll dazu dienen die Rechte von Mädchen zu stärken. Zudem setzen sich zahlreiche Organisationen dafür ein aufzuzeigen, dass auch heute noch Jungen und Mädchen nicht die gleichen Chancen im Leben haben.

"Wir müssen ihnen die Chance geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen"

„Heute am Weltmädchentag sollten wir uns darüber Gedanken machen, was wir in unserer Gesellschaft machen können und tun müssen um starke und selbstbewusste Mädchen heranwachsen zu lassen. Wir müssen ihnen alle Möglichkeiten und Chancen geben, um ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben führen zu können - gute Arbeit finden, gutes Geld verdienen, gerne Frau und Mutter sein“, so Susanne Maurer-Aldrian, Geschäftsleiterin des SOS-Kinderdorfes.

Mädchen-WGs im SOS-Kinderdorfes
Oft zeigen Mädchen schon früh ihr Potenzial, drosseln dieses aber im Laufe ihrer Entwicklung um sich dem von der Gesellschaft erwarteten Bild anzupassen. Die Themen, mit denen die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen und Pädagoginnen im „SOS-Kinderdorf Mädchenwohnen“ täglich konfrontiert werden, sind vielfältig: physische und psychische Gewalt, Rollenbilder, Frauenbilder, Medieneinfluss, Migration, selbstschädigendes Verhalten, Drogenkonsum, Hygiene, Beziehung, Beziehungsaufbau, Ausbildung…

Wichtig sei es, zu vermitteln, dass Bildung vor allem für Mädchen und junge Frauen der Wegweiser in spätere persönliche und finanzielle Unabhängigkeit ist. Ulrike Morianz, Pädagogische Leiterin Mädchenwohnen begründet das Projekt darauf „Rollenmodelle von starken Frauen, die selbstbewusst im Leben stehen und abhängig sind“ zu kommunizieren. Morianz betont den Mehrwert ihrer Arbeit und erzählt von Mädchen die oft Jahre später wieder kommen und eine unglaubliche Entwicklung hinter sich haben.

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