02.03.2018, 09:52 Uhr

Neuer Landesgeschäftsführer für steirische FPÖ

Das neue Führungstrio der steirischen Freiheitlichen (v.l.): Klubobmann und Landesparteisekretär Stefan Hermann, Landesgeschäftsführer Anton Kogler, Landesparteiobmann Mario Kunasek (Foto: FPÖ Steiermark)

Bei der Vorstellung von Anton Kogler als neuem FP-Landesgeschäftsführer heizt Landesparteiobmann Mario Kunasek Spekulationen um einen vorgezogenen Wahltermin für die Landtagswahl an. Kunaseks Ziel: der Landeshauptmannsessel.

"Ein guter Tag beginnt mit einer guten Personalentscheidung", mit diesen Worten startete FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek in die heutige Freitagmorgen-Pressekonferenz. Der Hintergrund: Nach dem Abgang von Fritz Probst als Landesgeschäftsführer der steirischen Freiheitlichen – Probst ist mit 1. März in die Holding Graz gewechselt – übernimmt Anton Kogler die Landesgeschäftsführung.
Kogler sitzt seit 2010 für die Steirer-FP im Landtag und ist seit 2000 Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Schachen bei Vorau, wo er seit 2015 auch Vizebürgermeister ist.
"Toni Kogler kennt die steirische FPÖ wie seine Westentasche, er hat ein großes organisatorisches Talent und ist daneben noch ein großartiger Mensch", lobt Kunasek den neuen Landesgeschäftsführer. 
Auch Klubobmann und Landesparteisekretär Stefan Hermann freut sich über die Personalentscheidung: "Ich bin stolz, dass einer 'meiner' Abgeordneten diese Schlüsselposition übernimmt", so Hermann.

Spekulation um vorgezogene Landtagswahlen

Klares Ziel von Kogler beziehungsweise der gesamten steirischen Freiheitlichen ist das Superwahljahr 2020 mit der Gemeinderatswahl und der Landtagswahl. "Wir hoffen, bei der Gemeinderatswahl möglichst flächendeckend zu kandidieren", erklärt das neue Führungstrio, "wobei die Qualität über der Quantität steht." Heißt, wichtig sei in Hinblick auf einige "braune Rülpser in anderen Bundesländern", dass die Personen, die kandidieren auch politisch integer sind. 
Hinsichtlich der Landtagswahl geht Verteidigungsminister Mario Kunasek von einem vorgezogenen Wahltermin aus. "Ich sehe einfach, dass es besonders der SPÖ schwerfällt, bei schwierigen Themen, gemeinsame Wege zu finden. Die SPÖ Steiermark hat sich noch nicht wirklich gefunden, im Land trägt sie Regierungsverantwortung, im Bund sitzt sie in der Opposition."

Vorbereitung auf die "Mutter aller Schlachten"

Für die FPÖ könnte die Ausgangslage also kaum rosiger sein. "Wir wollen jedenfalls so stark werden, dass wir nicht mehr ignoriert werden können", so Kunasek, der nicht ausschließt, dass er im Landtagswahlkampf als FPÖ-Spitzenkandidat in die "Mutter aller Schlachten" ziehen wird. Das klare Ziel: ein freiheitlicher Landeshauptmann.
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