St. Veit in Brüssel
Europagemeinderätin Gsell holte Einblicke in europäische Wirtschaft und Politik
- Europagemeinderätinnen und -räte aus ganz Österreich erlebten in Brüssel die Arbeit der Europäischen Union hautnah.
- Foto: BKA/Tarek Wilde
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Die Europagemeinderätin Katharina Gsell aus der Gemeinde St. Veit in der Südsteiermark und 22 weitere Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Österreich erhielten bei einer Reise nach Brüssel, organisiert und finanziert vom Bundeskanzleramt, einen spannenden und gleichzeitig ehrlichen Einblick in die Arbeit der Europäischen Union.
ST. VEIT. Zentrales Thema der Reise war die wirtschaftliche Stärke Europas. Dabei ging es unter anderem darum, wie viel europäische Wertschöpfung in öffentlichen Beschaffungen steckt und wie diese gezielt gestärkt werden kann. Initiativen wie das Industriebeschleunigungsgesetz sollen dazu beitragen, europäische Produktionen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig die Sicherstellung kritischer Güter, etwa bei Medizinprodukten, für die Versorgungssicherheit ist.
Doch auch über die politischen Herausforderungen wurde offen gesprochen: Viele Entscheidungen auf EU-Ebene erfordern Einstimmigkeit, ein Prinzip, das Prozesse verlangsamen kann. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass das Vertrauen in politische Institutionen teilweise abnimmt – auch wenn es je nach Land große Unterschiede gibt. Während etwa in Ungarn bestimmte Entwicklungen stabil erscheinen, wird in anderen Ländern wie Frankreich eine zunehmende Skepsis gegenüber der EU spürbar.
- Die Europäische Kommission mit Sitz in Brüssel beschäftigt rund 30.000 Menschen.
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Europäische Union greifbar machen
Ein besonders spannender Aspekt war die Rolle der Kommunikation. Die EU versucht verstärkt, näher an die Menschen heranzukommen, etwa durch „Europe Direct“-Zentren, die es in jedem Bundesland gibt. Rund 400 sind es in ganz Europa. Ergänzend dazu bringen „Team Europe Direct“-Expertinnen und Experten europäische Themen direkt in Schulen, Gemeinden und Organisationen. Gerade auf kommunaler Ebene wurde die Bedeutung Europas sehr greifbar: Netzwerke wie die „European Local Counsellors“ fördern den wichtigen Austausch zwischen Gemeinden über Ländergrenzen hinweg. Betont wurde dabei, dass die EU-Kommunikation verständlich und nahbar bleiben muss.
Ein weiterer Schwerpunkt war die praktische Umsetzung von EU-Themen vor Ort. Aktionen wie der Europatag am 9. Mai oder Initiativen für Kinder und Jugendliche, etwa Pixi-Bücher über Europa, sind niederschwellige Möglichkeiten, Europa sichtbar zu machen. Auch kreative Zugänge – etwa über Sport oder lokale Veranstaltungen – spielen dabei eine wichtige Rolle.
- Förderprogramme und kommunale Projekte bringen die Arbeit der Europäischen Union direkt in die Regionen.
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Europa in den Regionen
Im Gespräch wurde außerdem eines klar: Europa passiert nicht nur „in Brüssel“, sondern ganz konkret in den Regionen. Förderprogramme, regionale Entwicklung und kommunale Projekte sind eng mit der EU verknüpft. Umso wichtiger ist es, diese Zusammenhänge nicht nur zu nutzen, sondern auch aktiv darüber zu sprechen.
Ein beeindruckender Fakt am Rande: Allein die Europäische Kommission beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ein Hinweis darauf, wie komplex und vielfältig die Arbeit auf europäischer Ebene ist. Die Reise hat insgesamt gezeigt, wie stark Europa in den Alltag der Bevölkerung hineinwirkt – und wie wichtig es ist, diese Verbindungen sichtbar zu machen und mitzugestalten.
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