Klettern in Leoben
Am Häuselberg entsteht ein neues Paradies für Sportler
- USI-Leiter Bernd Tauderer an jener Felswand des Häuselberges, an der der Klettergarten in den nächsten Monaten eingerichtet wird.
- Foto: Astrid Höbenreich-Mitteregger
- hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger
Am Fuße des Häuselberges, direkt am Geh- und Radweg in Richtung Göss gelegen, entsteht derzeit ein öffentlicher Klettergarten der Projektpartner Naturfreunde, Uni-Sportinstitut sowie Stadtgemeinde Leoben.
LEOBEN. Sportkletterern wird künftig neben der altbewährten Lesnerwand am Häuselberg ein neuer, einfach erreichbarer Klettergarten zum Trainieren zur Verfügung stehen. Eine auf Gösser Seite direkt am Radweg gelegene Felswand wird dafür auf einer Länge von 60 Metern und einer Höhe von zehn bis zwölf Metern gerade vorbereitet. Als Projektträger fungieren die Naturfreunde Steiermark in Kooperation mit dem Sportinstitut der Montanuniversität Leoben (USI) sowie der Stadtgemeinde Leoben.
- Auf einer Länge von rund 60 Metern werden Felswand und darunterliegende Grünfläche für den neuen Klettergarten vorbereitet. Zum Radweg hin wird mit einem Zaun abgesichert.
- Foto: Tauderer
- hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger
Vorbereitungsarbeiten am Seil
„Die Idee für den Klettergarten ist mit dem Bau des Radweges von Leoben nach Hinterberg entstanden. Man fährt hier direkt an der Felswand vorbei, es gab immer wieder Gespräche darüber. Schließlich haben wir das Ansuchen bezüglich Leihvertrag an die Gemeinde gestellt und nun ist die Genehmigung da“, freut sich Bernd Tauderer, Leiter des USI, der sich mit einem fünfköpfigen Team auch gleich an die Vorbereitungsarbeiten gemacht hat.
„Wir reinigen aktuell die Felswand von Gestrüpp und losem Gestein. Dafür seilen wir uns vom oben verlaufenden Wanderweg ab“, erklärt Tauderer. Außerdem wurden bereits die Flächen vor der Felswand gemäht und von hartnäckigem Pflanzenwuchs befreit. Der USI-Leiter betont, dass für das Projekt keine Bäume gefällt werden.
- Von oben abgeseilt, wird die Felswand von Gestrüpp und losem Gestein befreit.
- Foto: Tauderer
- hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger
Studierende helfen mit
Gemeinsam mit den erfahrenen Bergführern Marcellus Schreilechner und Andreas Landefeld werden die Kletterrouten geplant und die Bohrhaken gesetzt. Ab Oktober sollen auch Studierende im Rahmen von Workshops und unter Anleitung der Bergführer direkt vor Ort in die Arbeiten und die Routenplanung eingebunden werden.
„Man ist gleich mit viel mehr Enthusiasmus bei der Sache, wenn man selbst mithilft“, weiß Bernd Tauderer. Sein Wunsch ist es, dass sich rund um den Klettergarten eine eigene Community entwickelt. „Je mehr Leute wir einbinden und gewinnen können, desto lässiger ist eine Sportart“, weiß der Leiter des USI, das für die rund 3.000 Studentinnen und Studenten und 1.000 Montanuni-Bediensteten 70 Sportkurse – „angefangen von Aquatraining bis Zumba“ – pro Semester anbietet. „Wir nutzen dafür sehr gerne die schöne Natur hier in unserer Gegend“, betont er.
15 Kletterrouten, leichtere Schwierigkeitsgrade
Der Klettergarten wird aus 15 Kletterrouten mit leichteren Schwierigkeitsgraden bestehen, es gibt aber auch einen Platz für das Mehrseillängenklettern. „Ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger und dafür, im perfekt abgesicherten Gelände zu trainieren. Optimal auch für Gruppen und Schulen“, sagt Tauderer.
Vor dem Klettergarten wird ein Zaun auf einer Länge von 60 Metern als Absicherung hin zum Radweg aufgestellt. Zudem wird es eine Kletterrast mit Bank und Tisch geben sowie Radabstellmöglichkeiten. Gegenüber der Lesnerwand gibt es übrigens einen großen Vorteil: Im Sommer liegt die Felswand ab 15 Uhr im Schatten.
- Geklettert werden kann bis in eine Höhe von zwölf Metern, wie USI-Leiter Bernd Tauderer hier zeigt.
- Foto: Astrid Höbenreich-Mitteregger
- hochgeladen von Astrid Höbenreich-Mitteregger
Heimische Firmen als Namensgeber
Bezüglich Finanzierung des 8.000 Euro-Projektes soll eine weitere Idee in die Tat umgesetzt werden. „Heimische Firmen können um je 300 Euro Namensgeber einer der 15 Kletterrouten werden und erhalten ein Schild vor Ort. Damit wäre das Projekt bereits zur Hälfte finanziert“, so Tauderer, der abschließend darauf hinweist, dass mit der Bergrettung auch ein Rettungskonzept ausgearbeitet wird. Wann der Klettergarten offiziell eröffnet wird, hängt von der Witterung der nächsten Monate ab.
Das könnte dich auch interessieren:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.