Parkplätze für das Stuwer- und Rotensternviertel
Leopoldstadt weitet das Anrainerparken im Bezirk aus

Nach dem Karmeliter- und Czerninviertel soll es Anrainerparken bald auch im Stuwer- und Rotensternviertel geben.
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  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Der Bezirk will Anrainerparken im Stuwer- und Rotensternviertel einführen. ÖVP und Neos sind dagegen.

LEOPOLDSTADT. Die Anzahl der Autos im 2. Bezirk ist in den vergangenen Jahren gesunken – die bz berichtete. Dennoch gibt es für die Leopoldstädter mitunter zu wenig Parkplätze. Mangelware sind diese etwa im Stuwerviertel, aufgrund zahlreicher Besucher von Messe oder Prater.

Gibt es in einem Grätzel zu wenig Plätze für die Autos der Bewohner, kann mittels Anrainerparken bis zu 20 Prozent der Parkplätze reserviert werden. Die Nutzung setzt ein Parkpickerl voraus. "Es gibt Ausnahmen für Handwerker, soziale Dienste und Menschen mit Gehbehinderung, die in der Zeit von 8 bis 16 Uhr hier auch parken können", erklärt Wolfgang Kamptner (Grüne), Vorsitzender der Mobilitätskommission.

"Seit meinem Amtsantritt wurde ich unzählige Male gebeten, das Anrainerparken im Bezirk auszuweiten", sagt Bezirkschefin Uschi Lichtenegger (Grüne). Eingeführt wurde es bereits im Karmeliter- und Czerninviertel. "Dort hat sich die Situation für Anrainer sehr verbessert", so Lichtenegger. Nun soll es das Anrainerparken auch im Stuwer- und Rotensternviertel geben. 

ÖVP und NEOS gegen mehr Anrainerparken

Bezirksrat Christian Moritz (Neos) hält eine Ausweitung des Anrainerparkens für kontraproduktiv. Denn es solle in der Innenstadt "grundsätzlich der Umstieg von Auto auf Rad oder Öffis forciert werden". Statt Bezirks-Parkzonen schlägt Neos kleinräumige Grätzel-Pickerlzonen vor.

Auch Bezirksrat Paul Hefelle (ÖVP) ist gegen eine Ausweitung des Anrainerparkens und brachte einen entsprechenden Antrag in der Bezirksvertretung ein, der jedoch mit Stimmenmehrheit von SPÖ, FPÖ und Grünen abgelehnt wurde. Laut ÖVP-Klubobfrau Christine Skribany sei die Vorgehensweise des Bezirks "nicht nachvollziehbar". So müsse man die Parksituation der einzelnen Grätzeln im Detail beobachten.  "Mir ist völlig unverständlich, warum sich ÖVP und Neos hier gegen den Wunsch der Bevölkerung stellen", erwidert Lichtenegger.

Einspruch der Wirtschaftskammer

Aktuell läuft die Erhebung der Parkplatzauslastung durch die MA 46 Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten. Basierend darauf wird die genaue Parkplatzanzahl für Anrainer bestimmt.

Der Bezirk hofft auf eine Umsetzung bis zum Sommer, doch kann sich diese auch noch bis zum Herbst verzögern. Grund dafür ist ein Einspruch gegen das Anrainerparken seitens der Wirtschaftskammer.

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