Inklusionsprojekt
Budget zur Selbstverwirklichung, auch im Mürztal

Nutzer entscheiden selbst, wofür sie wann und von wem Unterstützungsleistungen beim Wohnen und in ihrer Freizeit kaufen.
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  • Nutzer entscheiden selbst, wofür sie wann und von wem Unterstützungsleistungen beim Wohnen und in ihrer Freizeit kaufen.
  • Foto: Jugend am Werk Steiermark
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Das Pilotprojekt von Jugend am Werk könnte einen positiven Einfluss auf das Leben vieler Menschen haben.

Ein Pilotprojekt von Jugend am Werk, das nun auch im Mürztal angelaufen ist, verfolgt einen völlig neuen Ansatz, um das Ziel einer inklusiven Gesellschaft voranzutreiben. Das sogenannte "Budget plus" ermöglicht Menschen mit intellektueller oder psychischer Beeinträchtigung erstmals, Unterstützungsleistungen selbst zu planen, auszusuchen und zu entscheiden. "Wir versuchen, Leistungen um den Menschen herum aufzubauen", erklärt Jugend am Werk Casemanager Philipp Zöscher, der das Projekt gemeinsam mit Doris Rapp von Anfang an begleitet.
Völlig individuell wird dabei erhoben, welche Bedürfnisse ein Nutzer hat bzw. wie viele Assistenzpersonen er oder sie dafür benötigt.

Doris Rapp und Philipp Zöscher sind vom Pilotprojekt überzeugt und hoffen, dass "Budget plus" zu einer Regelleistung wird.
  • Doris Rapp und Philipp Zöscher sind vom Pilotprojekt überzeugt und hoffen, dass "Budget plus" zu einer Regelleistung wird.
  • Foto: Hofbauer
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Individuelle Betreuung

Die Bedürfnisse reichen dabei von qualifiziertem Pflegepersonal bis hin zu Menschen, die mit den Nutzern einen Kaffee oder ein Bier trinken gehen, mit ihnen ein Konzert besuchen oder mit ihnen auf Urlaub fahren. "Jeder kann Assistent werden und das Leben der Nutzer sowie sein eigenes bereichern. Am schönsten wäre es, wenn die Assistenten und die Nutzer über kurz oder lang Freunde werden", erklärt Doris Rapp ihre Vision. Für das Budget sind die Nutzer selbst verantwortlich, werden bei einem verantwortungsvollen Umgang aber so gut wie möglich unterstützt. Das gesamte Projekt zielt auf Eigenständigkeit und Selbstverwirklichung hin. "Die Nutzer müssen sich auch bewusst werden, dass sie in gewisser Weise Arbeitgeber sind", so Rapp.

Betreuungsplätze im Mürztal

Von Mürzzuschlag bis Leoben werden derzeit sieben Nutzer mit dem Budget plus unterstützt. Das Land Steiermark hat insgesamt 21 Plätze für das Pilotprojekt genehmigt. Jugend am Werk ist dafür eine Arbeitsgemeinschaft mit Alpha Nova eingegangen.
Neben dem Mehrwert im Leben der Nutzer sollen dadurch auch die Angehörigen entlastet werden. "Der Plan geht auf. Die Rückmeldungen sind bisher durchwegs positiv, sowohl von der Nutzer- als auch von der Assistentenseite", erklärt Zöscher. Um die nötigen Assistenten für das Projekt zu gewinnen, nutzt Jugend am Werk ein breites Netzwerk an Organisationen. Jeder Interessierte kann sich aber auch gerne melden. Das Pilotprojekt läuft noch bis März 2021. Großer Wunsch der Initiatoren ist es, dass das Budget plus dann zu einer Regelleistung wird.

Kontakt

Jugend am Werk Steiermark,
Budget_plus
Lauzilgasse 25/lll
8020 Graz
Tel. 0664/800062660
E-Mail: budget_plus@jaw.or.at.

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Doris Rapp und Philipp Zöscher sind vom Pilotprojekt überzeugt und hoffen, dass "Budget plus" zu einer Regelleistung wird.
Autor:

Bernhard Hofbauer aus Mürztal

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