Karl Schmidhofer
"Mit Respekt und Demut" ins Parlament

Karl Schmidhofer wird am 25. April im Parlament angelobt.
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Der Seilbahner aus Murau über seine Pläne und Ziele als neuer Nationalratsabgeordneter.

MURAU. Mit der besten Saison der Geschichte verabschiedet sich Karl Schmidhofer als interimistischer Geschäftsführer vom Hauser Kaibling. Ein Plus von vier Prozent konnte er mit seinem Team im Winter einfahren. Bei der Neuausschreibung der Stelle wird er sich nicht mehr bewerben - stattdessen wird er am Donnerstag um 9 Uhr als Nationalratsabgeordneter angelobt.

Wie geht es jetzt am Hauser Kaibling weiter?
Karl Schmidhofer: Mein letzter Arbeitstag wird Ende Juni sein, bis dahin lässt sich das mit meiner neuen Tätigkeit gut vereinbaren. Ab dann werde ich mich voll auf meine Funktion im Parlament konzentrieren. Ich kenne viele Leute und will Zeit für ihre Anliegen haben und ihnen zuhören.

Sie sind außerdem bei den Grebenzen-Seilbahnen engagiert. Wie läuft die Entwicklung in St. Lambrecht?
Schmidhofer: Die Geschäftsführung ist mit Bernhard Plank gut besetzt, er leistet dort hervorragende Arbeit. Nach der geglückten Sanierung werde ich mich schrittweise zurückziehen. Ich bleibe der gute Geist im Hintergrund und bin beratend dabei - aber operativ greife ich nicht mehr ein.

Freuen Sie sich auf Ihre neue Aufgabe?
Schmidhofer: Das ist wie im Fußball. Ich habe in Schönberg-Lachtal in der untersten Liga im Gemeinderat begonnen und ziehe jetzt in die oberste Liga ein. Ich werde das mit Respekt und Demut machen.

Welche Aufgaben warten im Parlament?
Schmidhofer: Nach der Angelobung werde ich die Administration kennenlernen. Ins Büro bin ich bereits eingezogen, jetzt werde ich die ersten Phasen erledigen. Da ist viel Spannung drin und es gibt ein hohes Tempo.

Werden Sie nach Wien ziehen?
Schmidhofer: Ich werde temporär in Wien sein und viel pendeln. Das handhaben viele Kollegen so. Ich möchte viel in der Region unterwegs sein und alle Anliegen abarbeiten.

Welche Anliegen werden das sein?
Schmidhofer: Da geht es um die üblichen Themen im ländlichen Raum wie Infrastruktur und Verkehr. Ich möchte das Stück für Stück abarbeiten - auch mit den Kollegen aus der Region. Wir können nur gemeinsam etwas an Land ziehen. Zudem werde ich vorerst in den Ausschüssen für Tourismus sowie Land- und Forstwirtschaft arbeiten.

Werden Sie Ihre Funktionen in der Region weiterhin ausüben?
Schmidhofer: In der Urlaubsregion und der Wirtschaftskammer gibt es nächstes Jahr Neuwahlen. Ich möchte die Periode auf jeden Fall fertigmachen und dort vernetzt bleiben. Die Arbeit im Schiverband kann ich gut mit der neuen Funktion verknüpfen, da gibt es viele Synergien. Ich mache die Funktionen ohnehin alle ehrenamtlich.

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Zur Person

Karl Schmidhofer ist 56 Jahre alt und lebt in St. Georgen bei Murau. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Söhne.
Laufbahn: Nach Stationen als Gastwirt und Hotelchef führte er die Schigebiete Lachtal, Kreischberg und Grebenzen. Derzeit ist er interimistischer Geschäftsführer am Hauser Kaibling.
Funktionen: Schmidhofer ist Präsident des Steirischen Schiverbandes, Obmann der Urlaubsregion Murau-Murtal und hat mehrere Funktionen in der Wirtschaftskammer und der ÖVP Murau.

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