Lange Nacht im Puch-Museum und Stadtmuseum Judenburg
Lustschreie, Schmerzensschreie und Puch-Haflinger-Buch

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Punktgenau zum 60er des Steyr Puch Haflinger gab es bei der Langen Nacht der Museen im Judenburger Puch-Museum Stadtrundfahrten mit dem mittlerweile zum Kultfahrzeug gewordenen Extremkraxler. Die im Verlauf der Nacht zahlreichen Besucher durften sich aber auch über die Vorstellung des Buches „Haflinger - Eine kleine Kulturgeschichte des Steyr Puch Haflinger 700 AP“ freuen. Wortgewaltig ging Autor Martin Krusche nicht nur auf die Entstehungsgeschichte des „freundlichen kleinen Athleten“ ein, der da in Graz auf seinen Zentralrohrrahmen gestellt wurde, sondern auch auf seine Technik und sein Umfeld. - Judenburgs Stadtmarketing- und Museumschef Heinz Mitteregger, Museumskurator Fritz Glöckner und Ing. Jürgen Eder standen den Besuchern für laufende Führungen durch die einzigartige Sammlung von Puch-Fahrzeugen zur Verfügung. Groß-Leihgeber Albert Grieshofer hatte ein Ratespiel der besonderen Art mitgebracht, einige Puch- und andere Doppelkolbenpleuel waren darunter.
Lustschreie
Von der ARGE Murau Tourismus brachte Vorsitzender Heimo Feiel als Nachtrag zum Mitteregger-Sechziger einen besonderen Gruß ins Puch-Museum: Die „St. Georgner Schuhplattler“ sorgten für eine begeisternde Show und alpenländische Lustschreie im Puch-Museum, sie bekamen dafür auch eine Spezialführung.
Folter, „Hexerey und Zauberey“
Schreie der entgegengesetzten Art, nämlich Schmerzensschreie durch Daumenschrauben oder Streckbank, konnte man sich bei der Langen Nacht der Museen schräg gegenüber im Stadtmuseum Judenburg vorstellen. Dr. Michael Georg Schiestl ging im vollbesetzten Saal auf „Zauberey und Hexerey“ und Aberglaube im 16. und 17. Jahrhundert im Bezirk Judenburg ein. Er schilderte die für damalige Zeiten unglaubliche Verbreitung des in 30.000 Exemplaren gedruckten „Hexenhammers“. Das auch von der Inquisition gern verwendete Buch diente als Grundlage für die einschlägigen Prozesse, in denen als „Hexen und Zauberer“ Angeklagte unter der peinlichen Befragung zugaben, Wetter zu machen, mit dem Teufel Unzucht getrieben zu haben oder im Bunde zu sein. Schiestl wies auch wieder auf die Rechtsprechung hin, die wohlhabende, angesehene Bürger mit Geldstrafen davonkommen ließen, während Dienstboten oder Obdachlose am Scheiterhaufen verbrannt wurden. - Stark frequentiert wurden im Stadtmuseum neben den auf drei Ebenen präsentierten Sammlungen auch Führungen zur Geschichte der Stadt Judenburg am historischen Stadtmodell.

Autor:

Hans Georg Ainerdinger aus Murtal

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