Einblicke ins Bauprojekt
Stadtkraftwerk Judenburg für 8.000 Haushalte ist voll im Zeitplan
Mitten in Judenburg entsteht derzeit eines der größten Wasserbauprojekte der Steiermark. Das neue Stadtkraftwerk soll ab Herbst 2027 Strom für rund 8.000 Haushalte liefern. Beim „Langen Tag der Energie“ am 20. Juni können Interessierte die Großbaustelle aus nächster Nähe erleben.
JUDENBURG. Mitten in Judenburg entsteht derzeit eines der größten Wasserbauprojekte der Steiermark: Direkt an der Mur laufen die Arbeiten für das neue Stadtkraftwerk auf Hochtouren. Trotz der Größe und Komplexität des Vorhabens liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan.
„Der trockene Winter war für uns ein Vorteil.“
Josef Maier, technischer Vorstand der Stadtwerke Judenburg AG
Bereits abgeschlossen sind die Vertiefung der Flusssohle sowie die Sicherung der Uferbereiche mit Wasserbausteinen. Derzeit ruhen jedoch die Arbeiten direkt in der Mur. Grund dafür sind strenge naturschutzrechtliche Vorgaben während der Fischlaichzeit, die bis Oktober gelten.
Zwei große Kräne im Einsatz
Auf der Baustelle herrscht dennoch reger Betrieb. „Es gibt weiterhin genug zu tun“, erklärt Projektleiter Markus Sacherer. Aktuell entstehen die Betonbauwerke für die Wehranlage und das Krafthaus. Zwei große Kräne sorgen für den Materialtransport und prägen bereits jetzt das Erscheinungsbild der Baustelle. „Die lautesten Arbeiten sind bereits abgeschlossen“, ergänzt Maier.
- Die Baustelle in der Mur in Judenburg.
- Foto: MeinBezirk/Julia Gerold
- hochgeladen von Julia Gerold
Nach Fertigstellung soll die Mur wieder mittiger fließen. Zudem ist gegenüber dem Kraftwerk ein Naherholungsgebiet vorgesehen, das künftig der Bevölkerung zur Verfügung stehen wird.
Gute Kommunikation
Das Jahrhundertprojekt wurde bereits im vergangenen Sommer gestartet. „Wir haben uns sieben Jahre auf diesen Bau vorbereitet und liegen voll im Zeitplan“, betont Maier. Die Stadtwerke setzen dabei auf eine laufende Information der Bevölkerung und die konsequente Einhaltung aller Auflagen. Zudem sorgen sie auf der Baustelle immer wieder für Belustigung. So wurde auch der Erdhaufen, der bei den Arbeiten entstand, liebevoll Stromboli getauft. "Dieser kommt am Ende natürlich wieder weg, da die Erde für die Fertigstellung benötigt wird", betont Maier.
Auch Bürgermeisterin Elke Florian zeigt sich mit dem Projektverlauf zufrieden. „Das ist die größte innerstädtische Wasserbaustelle in der Steiermark. Dass es bisher weder Beschwerden noch Anfragen bei mir gegeben hat, zeigt, welche gute Vorarbeit die Stadtwerke geleistet haben und weiterhin leisten“, so Florian. Die Fertigstellung des Stadtkraftwerks ist für Herbst 2027 geplant. Künftig soll die Anlage drei bestehende Kraftwerke ersetzen und Strom für rund 8.000 Haushalte erzeugen.
Langer Tag der Energie
Einblicke in die Großbaustelle können Interessierte bereits am Samstag, dem 20. Juni, gewinnen. Im Rahmen des „Langen Tags der Energie“ öffnen sich die Tore des Stadtkraftwerks für Besucherinnen und Besucher. Für die angebotenen Baustellenführungen ist eine Online-Anmeldung erforderlich, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.
- Führungen auf der Baustelle gibt es am "Langen Tag der Energie".
- Foto: MeinBezirk/Julia Gerold
- hochgeladen von Julia Gerold
Neben den Führungen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Informationsstände zu Photovoltaik, Wärmepumpen, E-Ladestationen und E-Mobilität bieten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Energiebranche. Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Kinderanimation und kulinarische Angebote runden den Aktionstag ab.
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